Angriff in S7 nach Ahrensfelde: Zivilcourage endet mit Nasenbruch, Zeugen gesucht

Ein Mann kam einer Frau in einer S-Bahn der Linie S7 zu Hilfe, woraufhin er selbst attackiert wurde. Die Polizei sucht Zeugen. (Symbolbild)
Dennis Lloyd BrätschIm Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist am Sonntagabend (16. November) ein 38-jähriger Reisender in einer S-Bahn brutal attackiert worden. Der Mann wollte zuvor einer Frau helfen, die laut Polizei von vier bislang unbekannten Männern verbal angegriffen worden war.
Der Vorfall ereignete sich gegen 18.20 Uhr in einer S-Bahn der Linie S7 in der Nähe des S-Bahnhofs Raoul-Wallenberg-Straße. Als der 38-Jährige die Gruppe auf ihr Verhalten gegenüber der Frau ansprach, eskalierte die Situation: Die vier Männer sollen unmittelbar begonnen haben, gemeinschaftlich auf den Helfer einzuschlagen.
Beim Halt am S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße flüchteten die Angreifer und entkamen unerkannt. Der attackierte Mann erlitt nach ersten Erkenntnissen unter anderem eine mutmaßliche Nasenbeinfraktur. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und Videoaufzeichnungen aus der betroffenen S-Bahn gesichert. Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zur Identität der vier Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der 030 2977790 oder über die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei unter der 0800 6888000 zu melden.

