Ausstellung
: Porträts aus fernen Ländern

Beeindruckende Porträts von Menschen aus dem Tschad, aus Indien oder dem Kaukasus sowie kraftvolle Bilder mit satten Farbkontrasten: Eine Ausstellung mit Werken von Klaus Kleinmann ist gegenwärtig in den Räumen der Frakima an der Breitscheidstraße 43 in Bernau zu sehen.
Von
Kai-Uwe Krakau
Bernau
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Porträts und satte Farbkontraste: Klaus Kleinmann und Anja Schreier von der Frakima mit einem Bild der aktuellen Ausstellung.

Sergej Scheibe

„Wir sind durch den Besuch von Kursen miteinander ins Gespräch gekommen“, berichtet Einrichtungs–Leiterin Anja Schreier. Dabei erfuhr sie von der Leidenschaft des früheren Deutsch– und Kunstlehrers für das Fotografieren, schließlich war die Idee für eine Ausstellung geboren.

Klaus Kleinmann, der erst vor zwei Jahren nach Bernau kam, fotografierte schon als Kind. „Mein Vater hatte mir damals eine Kodak–Kamera geschenkt“, so der 68–Jährige. Auch die Arbeit in der Dunkelkammer lernte er kennen. Später fotografierte Kleinmann vor allem auf Reisen, im Bekannten– und Freundeskreis gefielen die Fotos.

Im Jahr 2009 stieg Kleinmann schließlich auf die digitale Fotografie um – und entdeckte völlig neue Möglichkeiten. Zur Arbeit mit der Kamera war die mit dem Computer hinzugekommen. „Die Wirklichkeit und die entstehenden Abbilder haben sowieso ein ambivalentes Verhältnis“, findet der Bernauer. Beim Fotografieren greife man schließlich bereits gestalterisch in die Realität ein. Dies geschehe beispielsweise, indem man die Blende oder Belichtungszeit ändere. „Am Computer werden die Möglichkeiten noch erweitert“, so Kleinmann.

Für die Porträts ist es dem Fotografen wichtig, einen persönlichen Kontakt mit den Menschen aufzubauen. „Ich mag es, wenn sie wissen, worauf sie sich einlassen“, sagt er. Einige sind bereits „geborene“ Models, wissen, wie sie sich vor der Kamera bewegen müssen. Wie das kleine Mädchen, das Kleinmann auf seiner Tour durch Laos begegnete und deren Foto nun auch in der Frakima hängt.

Die ausgestellten Arbeiten zeigen aber auch eine Achterbahn–Fahrt, einen Motor–Cross–Fahrer und den „Goldenen Tempel“ bei Nacht, das höchste Heiligtum der Sikks in Amritsar im indischen Bundessaat Punjab. „Manchmal muss man genauer hinschauen, um Neues zu entdecken“, sagt Frakima–Chefin Anja Schreier über die Bilder.

Noch bis Ende März ist die Exposition zu sehen, und zwar immer dann, wenn die Werkstatt geöffnet ist. Aber auch am  Wochenende, sofern es Workshops gibt, können Besucher einen Blick auf die Fotografien werfen.

Nach den Arbeiten von Klaus Kleinmann ist übrigens eine Ausstellung des Frakima–Malkreises geplant.