Basketball: Feuerwerk zum Jahresauftakt

Ganz lang gemacht: Bernaus Quadir Welton setzt sich gegen Nicolas Schümann durch.
Ricardo SteinickeDem SSV Lok Bernau gelingt zum Jahresauftakt ein deutlicher 108:63-Heimsieg gegen den SC Rist Wedel. Die Gastgeber dominierten dabei gegen den Tabellenführer der Barmer 2. Basketball-Bundesliga ProB mit einer starken Mannschaftsleistung. Lorenz Brenneke und Bennet Hundt führten mit jeweils 19 Punkten die Bernauer Offensive an.
So hatten sich wahrscheinlich nicht einmal die kühnsten Optimisten den Jahresauftakt der Bernauer Basketballer vorgestellt. Im Hinspiel hatte Lok beim Tabellenführer in Wedel mit 80:90 die bisher höchste Saisonniederlage kassierte. Im Rückspiel am Sonntag aber boten die Bernauer ihre bis dato beste Saisonleistung und revanchierten sich mit einem 108:63-Heimsieg. Lok-Headcoach René Schilling konnte dabei fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Es fehlten lediglich Hendrik Drescher (Kreuzbandriss) und Malte Delow, der mit der Alba-Jugend zu einem Turnier nach Barcelona gereist war.
Nach einem kurzen Abtasten zu Beginn kamen die Bernauer besser ins Spiel und setzten sich mit einem ersten Lauf durch einen Dreier von Kapitän Robert Kulawick ab (9:3/4. Minute). Wedels Trainer Felix Banobre rief zur ersten Auszeit, die auch fruchtete. Beide Teams spielten auf Augenhöhe, bis sich Lok zum Viertelende mit einem Korbleger von Brenneke und einem Dreier mit der Schlusssirene von Konstantin Kovalev ein kleines Polster erarbeitete (22:16/10.).
Offensiv lief bei den Barnimern sehr viel Gutes zusammen. Franz Wagner erhöhte den Vorsprung in den zweistelligen Bereich, während sich die Gäste mühten den Anschluss zu halten. Lok erzwang mit starker Verteidigung reihenweise Ballverluste und punktete sicher im Fast Break. Die Führung wuchs noch vor der Pause auf zwischenzeitlich 26 Punkte, mit einem 57:31 ging es in die Kabine.
Die 589 Zuschauer in der Erich-Wünsch-Halle sahen auch nach dem Seitenwechsel weiter eine starke Mannschaftsleistung und ein offensives Feuerwerk der Lok. Unter den Zuschauern waren auch Alba Berlins Headcoach Aito Reneses sowie Nachwuchsbundestrainer Patrick Femerling. Kulawick und Bennet Hundt eröffneten direkt die zweite Hälfte und gaben weiter die Marschrichtung für die Lok-Basketballer vor. Bernau dominierte das Duell gegen den Tabellenführer und schraubte die Führung bis zum Schlussviertel auf 92:46. Den umjubelten 100. Punkt erzielte Robert Kulawick gut sechs Minuten vor dem Ende. Der Kapitän markierte damit auch die höchste Führung des Spiels (101:48/34.). Der SC Rist Wedel kämpfte dennoch verbissen zum Ende um jeden Punkt.
Mit dem 108:63 gelang den Gastgebern der höchste ProB-Heimsieg ihrer Geschichte. Mit dem Heimerfolg sicherte sich Lok den achten Saisonsieg und rückt in der Tabelle auf den fünften Platz. Der höchste Sieg in der 2. Basketball-Bundesliga datiert allerdings aus dem September 2016, als man den RSV Eintracht Stahnsdorf zum Saisonauftakt in dessen Halle mit 99:42 abfertigte.
René Schilling war natürlich zufrieden: „Ich bin absolut stolz auf unsere Mannschaftsleistung. Das war ein wichtiger Schritt für den Kampf um einen Playoff-Platz. Wir werden den Moment genießen – und uns dann auf das nächste Spiel vorbereiten.“Bereits am Sonntag, 17 Uhr, steht das nächste Heimspiel an. Dann gastieren die Dresden Titans zum Ost-Derby in der Erich-Wünsch-Halle.