Ein bisschen aufgeregt sind sie schon, die beiden neuen Live-Stream-Moderatoren Marco Bulla und Jan Heide. Die beiden Ex-Spieler werden am Sonnabend zum ersten Mal die Live-Übertragung eines Punktspiels von Lok Bernau in der 2. Basketball Bundesliga ProB moderieren.

Lok Bernau bietet Live-Übertragung an

Wegen Corona sind in der heimischen Erich-Wünsch Sporthalle, der „Lok-Hölle“, künftig nur rund 250 Zuschauer erlaubt. Bislang war die Halle mit rund 600 Zuschauern pro Spiel meist komplett voll. Damit die, die nicht live dabei sein können, die Spiele trotzdem verfolgen können, hat sich der Verein entschieden, eine Live Übertragung aus der Halle anzubieten. Auf Youtube, Sportdeutschland.TV und Facebook können Fans von zu Hause jetzt mitverfolgen, wie Dan Oppland und sein Team gegen Münster auf Punktejagd gehen.
Der Stream soll jedoch nicht einfach nur das Spiel zeigen – das Ganze wird auch moderiert. Und zwar von Zweien, die Ahnung haben. Marco Bulla und Jan Heide haben früher selber für das 1. Herrenteam von Lok auf dem Parkett gestanden, sind mittlerweile als Jugend-Trainer im Verein aktiv. Sie wagen sich am Samstag ab 19 Uhr in das Abenteuer Sport-Moderation.

Fanbase der Baskets Münster fiebert mit

„Jan und ich machen ja auch den Podcast von Lok Bernau zusammen. Und da haben wir uns entschieden, uns aus unserer Komfortzone zu wagen und die Sache mit der Moderation zu probieren“, erklärt Bulla. Zumal die beiden sich beim Testspiel von Lok vor der Saison schon einmal als Moderatoren-Duo versucht hatten. „Diesmal werden es aber sicher noch mehr Zuschauer sein, weil die Baskets Münster auch eine große Fan-Base haben. Von daher sind wir da schon ein bisschen aufgeregt. Aber wir freuen uns drauf.“
Unter dem Motto: Gute Vorbereitung ist alles, haben sich die beiden gründlich auf ihren neuen Job vorbereitet. „Ich habe gestern ganz lange mit dem Manager von Münster telefoniert, der mir einige Infos gegeben hat, wie die Trainingswoche war, wer die Leistungsträger sind, was die Ziele der Mannschaft sind – damit wir diese Infos weitergeben können an die Zuschauer. Das wird dann auch künftig unsere Aufgabe sein, uns mit den Spielern der gegnerischen Mannschaft auseinander zu setzen. Aber natürlich auch mit der eigenen Mannschaft, damit wir ein paar Interna weiter geben können. Wir versuchen uns da schon so gut es geht, ehrenamtlich, aber professionell vorzubereiten“, verspricht der 43-Jährige Marco Bulla.

Kein Ersatz für Live-Spiel in der Lok-Hölle

Sorge, dass der Verein sich durch den Live-Stream selbst um seine zahlenden Zuschauer in der Halle bringt, hat er nicht. „Alle, die schon einmal selber in der Halle waren, wissen, dass ein Live-Event einfach viel, viel cooler ist. Von daher ist es eine tolle Ergänzung und ich hoffe, dass es auch nach der Pandemie weiter geführt wird, aber es ersetzt nicht das Gefühl, die Emotionen in der Halle zu spüren“, findet Bulla.
Was die größte Katastrophe wäre für die beiden wäre während des Streams? „Dass die Internetverbindung zusammen bricht“, so Marco Bulla. Und natürlich hat er wie alle Moderatoren Sorge vor dem berühmten Blackout. „Aber da habe ich ja Jan noch an meiner Seite. Von daher versuchen wir, gar nicht dran denken, sondern wollen uns einfach eine schöne Zeit machen.“

Auf drei Kanälen wird übertragen


Empfangen können Basketball-Fans den Live Stream von Lok Bernau gegen die Baskets Münster auf drei verschiedenen Portalen. Und zwar auf Youtube.com, auf der Seite des Vereins bei Facebook oder bei Sportdeutschland.TV unter 2. Basketball Bundesliga.
Der Stream ist bislang kostenlos. Um die Technik stellen zu können, sammelt der Verein Spenden über seinen Online-Shop unter www.shop.lok-bernau.de
Start des Live-Streams ist 18.45 Uhr,  da gibt es schon Informationen vorab. Das Spiel beginnt um 19 Uhr.