Bildung
: Allererste Stunde in der Schulbank

Die Georg-Rollenhagen-Grundschule nahm 49 Kinder auf. Die erste Unterrichtseinheit mit Maskottchen Mimi war kurzweilig.
Von
Kerstin Ewald
Bernau
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  • Geschafft: die Klasse 1a der Georg-Rollenhagen-Grundschule Bernau am Samstag. Die offizielle Einschulung und die erste Schulstunde war vorbei. Danach feierten viele im privaten Kreis weiter.

    Geschafft: die Klasse 1a der Georg-Rollenhagen-Grundschule Bernau am Samstag. Die offizielle Einschulung und die erste Schulstunde war vorbei. Danach feierten viele im privaten Kreis weiter.

    Wolfgang Rakitin
  • Kahnfahrt: Die Zerpenschleuser Schulanfänger unternahmen am Sonnabend eine Bootstour.

    Kahnfahrt: Die Zerpenschleuser Schulanfänger unternahmen am Sonnabend eine Bootstour.

    Sergej Scheibe
  • Konzentriert: Moritz mit Schulmaskottchen Mimi

    Konzentriert: Moritz mit Schulmaskottchen Mimi

    Wolfgang Rakitin
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Sachte Eingewöhnung

„So liebe Klasse 1a“, sagt Lehrerin Hertel in deutlicher und lebhafter Aussprache, „heute sind wir noch zu aufgeregt, um zu lernen. Wir gucken uns jetzt erst einmal  zusammen den Klassenraum an.“ An der grünen Wandtafel hängen 22 Kärtchen. „Bitte, wer erkennt seinen Namen dort?“ Viele Kinder melden sich. Ein Mädchen redet dazwischen. Heike Hertel hält ein laminiertes Blatt hoch, auf dem ein Kind aufgemalt ist, das den Arm hebt. „Bitte meldet euch, wenn ihr etwas sagen wollt“, erklärt sie geduldig.

Jetzt sollen alle in ihren Schulranzen schauen. „Habt ihr eine gelbe Postmappe dabei?“ Manche Kinder gucken verwirrt. „Dort legt bitte diesen Brief an eure Eltern hinein“, fordert sie die Kinder auf. Manche Kinder finden den passenden Hefter nicht. Frau Hertel hilft. Die Postmappe eines Mädchens ist nicht gelb sondern durchsichtig. „Macht nichts“, tröstet die Lehrerin. Das Kind fasst Vertrauen und wird gesprächig: „Meine Schwester ist auch schon in der Schule…“,

Ein Platz gleich vorne bei der Lehrerin ist noch frei. „Überlegt mal“, fordert Heike Hertel die Kinder auf. „Wer könnte denn da sitzen?“ Klassischerweise ist das der Platz, auf den unruhige Schüler zur speziellen Beobachtung gesetzt werden, aber das können die Anfänger noch nicht wissen. Sie rätseln, keiner kommt drauf. „Na Mimi, das Klassenmaskottchen, sitzt da!“, klärt Heike Hertel und drapiert ein gelb gestreiftes Plüschkätzchen auf die freie Bank.

Katze Mimi bekam jede erste Klasse von Schulleiterin Elke Pätz bei der großen Einschulungsfeier in der Turnhalle überreicht. Sie fand bereits am Morgen vor der ersten Schulstunde statt. Dort hatten die älteren Schüler mit ihrer Musiklehrerin Gitta  Bormann für die Schulanfänger und vor rund 300 Gästen die „Königin der Farben“ aufgeführt – mit gut einstudierten Einlagen der Tanz AG, die Nicole Bollmann leitet.

Talea, die heute auch ihren ersten Tag an der Rollenhagen-Schule hatte, gefiel es ganz gut, sie will gerne wieder herkommen. Ihre Kindergartenfreundin Anni wurde am gleichen Tag in Schönow eingeschult. Im Garten bei Anni zu Hause feiern die beiden heute mit Eltern, Großeltern und Freunden weiter. Viele Erstklässler erleben ihren großen Tag so oder so ähnlich.

Bootstour zur Einschulung

Etwas anders lief am Sonnabend es für die Schulanfänger in Zerpenschleuse  ab. Sie durften heute auf einem Kahn den Finowkanal hinab schippern und wurden dabei mit Eis und über dem Wasser hängenden Zuckertüten überrascht. Initiert hatte das kleine Defilee Vater Birger Witt. Begleitet wurde der Kinderkahn vom Rettungsboot der Zerpenschleuser Feuerwehr. Die Angehörigen winkten von Brücke.