Bildung: Schüler lernen im Bernauer Filmpalast
An den drei Tagen werden im „Filmpalast“ Bernau insgesamt 13 Veranstaltungen geboten und damit mehr als je zuvor. Die Schulen sollten sich allerdings mit der Anmeldung beeilen, diese endet nämlich bereits am 10. Januar.
Der Fokus der Reihe liegt in diesem Jahr auf den Themenfeldern DDR–Geschichte, Mauerfall und Wende. So werden beispielsweise in dem einfühlsamen und authentischen Animationsfilm „Fritzi — eine Wendewundergeschichte“ die Ereignisse im Herbst 1989 beleuchtet. Ein weiterer Höhepunkt ist Hermann Zschoches Spielfilm „Das Mädchen aus dem Fahrstuhl“, einer der letzten in den Babelsberger DEFA–Studios gedrehten Streifen. Zschoches kritischer Blick auf das sozialistische Schul– und Erziehungssystem war damals durchaus Sprengstoff für die Fundamente der DDR. In „Wir sind jung. Wir sind stark“ geht es um die aufgestaute Wut auf Politik und Staat, die sich drei Jahre nach der friedlichen Revolution in einem Pogrom gegen Migranten, Asylsuchende und vietnamesische Gastarbeiter in Rostock–Lichtenhagen entladen hatte.
Ein Klassiker, besonders für die Schüler der 9. bis 13. Klassen empfohlen, ist „Good bye, Lenin!“. Darin erinnert sich ein junger Mann im Jahr 1990 an jenen Tag, an dem Sigmund Jähn als erster Deutscher mit Sojus 31 ins All flog, während es mit seiner Familie den Bach runterging.
Für die jüngsten Cineasten schlägt „Elias, das kleine Rettungsboot“ hohe Wellen und in „Ailos Reise“ können sie am Polarkreis auf den Spuren eines Rentiers ein faszinierendes Natur–Abenteuer erleben.
Bei „Roads“ werden zwei junge Männer auf eine große Reise geschickt. Die 18–Jährigen, einer aus London, der andere aus dem Kongo, sind auf dem Weg von Marokko in den Norden von Frankreich. Wenn ihre Zufallsbekanntschaft zur Freundschaft werden soll, müssen sie Empathie entwickeln, Vertrauen gewinnen und Verantwortung übernehmen. Es ist ein verrücktes, riskantes Abenteuer, aber von grenzüberschreitendem, bleibendem Wert. Die Vorgeschichte des Detektiv–Quartetts wird schließlich in "TKKG – Jede Legende hat ihren Anfang“ gezeigt. 14 Millionen Bücher und 30 Millionen Hörspielkassetten wurden von den Geschichten verkauft, Erwachsene hatten bei der Lösung der Fälle keine Chance.
50 Schüler erforderlich
Für den „Filmpalast“ Bernau liegen bereits Anmeldungen für acht Filme vor. Damit eine Veranstaltung überhaupt stattfinden kann, sind in der Regel aber 50 Schüler erforderlich. Das Programm sieht wie folgt aus: 21. Januar: 9 Uhr „Elias, das kleine Rettungsboot“, 10 Uhr „Unheimlich perfekte Freunde“, 10 Uhr „Das Mädchen aus dem Fahrstuhl“, 11 Uhr „Wir sind jung. Wir sind stark“. 22. Januar: 9 Uhr "Ailos Reise“, 9 Uhr „Alfons Zitterbacke — Das Chaos ist zurück“, 10 Uhr „TKKG — Jede Legende hat ihren Anfang“, 11 Uhr „Welcome to Sodom (Dok–Film“, 23. Januar: 9 Uhr „ Fritzi — eine Wendewundergeschichte“, 9.30 Uhr „Invisible Sue“, 10 Uhr „2040 — Wir retten die Welt (Dok–Film), 11 Uhr „Roads“, 11.30 Uhr „Good bye, Lenin!“. Die Karten für die Veranstaltung kosten vier Euro pro Schüler.
Anmeldungen — am schnellsten online — unter anmeldung@filmernst.de oder telefonisch unter der Nummer 03378 209 162. Infos: www.filmernst.de

