Brand in Ahrensfelde
: Zug brennt in Bahnhof komplett aus – Sperrung und Ersatzverkehr

UPDATE 14.55 Uhr: In Ahrensfelde brannte ein Zug am S-Bahnhof. Der Bahnhof musste zwischenzeitlich komplett gesperrt werden. Nun wurden weitere Details bekannt.
Von
dpa ,
Kai-Uwe Krakau
Berlin
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Einsatzkräfte der Feuerwehr waren Samstagnacht (2. November) am S-Bahnhof in Ahrensfelde im Einsatz. Dort brannte ein Zug der NEB lichterloh.

Dominik Totaro/dpa
  • Zug der NEB brannte im S-Bahnhof Ahrensfelde; keine Passagiere an Bord.
  • Zugführer und Zugbegleiterin blieben unverletzt; von Sanitätern versorgt.
  • Bahnhof war zwischenzeitlich komplett gesperrt; Ersatzverkehr eingerichtet.
  • S-Bahnen fahren wieder, Regionalgleise vorerst gesperrt.
  • Ursache des Feuers noch unbekannt; keine weiteren Informationen verfügbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Berliner Bahnhof Ahrensfelde hat ein Zug lichterloh gebrannt. Die Feuerwehr löschte die Flammen, Menschen wurden nicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Dem Zugführer sei im Bahnhof eine Rauchentwicklung an seinem Zug aufgefallen, weshalb er die Evakuierung veranlasst habe, so der Sprecher. Als das Feuer ausbrach, hielten sich demnach noch fünf Fahrgäste in dem Zug auf, sie wurden von dem Zugführer und einer Zugbegleiterin rechtzeitig aus dem brennenden Fahrzeug geführt.

Beim Eintreffen der Feuerwehr standen die drei Waggons am Samstagabend (2. November) bereits komplett in Flammen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Der Zugführer sowie eine Zugbegleiterin seien vor Ort von Sanitätern versorgt worden, sagte der Sprecher. Sie seien aber nicht verletzt worden.

Der Zug wurde mit Diesel angetrieben. Von wo der Brand ausging, konnte die Feuerwehr zunächst nicht sagen. Sie wurde gegen 21.50 Uhr alarmiert und beendete den Einsatz um 01.17 Uhr. Am Sonntagvormittag wurde noch ein Glutnest entdeckt und gelöscht. Es handelt sich nicht um einen Zug der Deutschen Bahn, sondern um ein Fahrzeug der privaten Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte.

Bahnhof in Ahrensfelde war nach Brand komplett gesperrt

Der Bahnhof war wegen des Einsatzes zwischen 22.00 Uhr und 00.30 Uhr komplett gesperrt gewesen und es gab einen Ersatzverkehr mit Bussen.

Laut Bahn rollt der S-Bahn-Verkehr schon seit 0.30 Uhr wieder normal. Der Regionalverkehr auf der Linie RB25 zwischen Werneuchen und Berlin-Ostkreuz ist vorerst unterbrochen.

Die Ursache des Brandes ist nach Angaben der Bundespolizei offen. Dies sei Gegenstand der Ermittlungen, es gebe keine Hinweise.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung soll den Zug untersuchen, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zug werde noch eine Weile in Ahrensfelde stehen, sagte die Sprecherin. Die unabhängige Bundesstelle ist für Ermittlungen der Unfallursache zuständig.

Zug im Bahnhof Ahrensfelde ausgebrannt

Der ausgebrannte Zug steht auch am Sonntagmittag noch am Bahnhof in Ahrensfelde.

Marco Porzig/dpa

Der Feuerwehr zufolge muss vor einem möglichen Abtransport ein Bahntechniker die Transportfähigkeit bestätigen.

Der ausgebrannte Zug zieht am Sonntagmittag zahlreiche Schaulustige an. Auf dem S-Bahnsteig, dort rollen die Züge bereits seit der Nacht wieder, steht Elfriede Pieper. Sie will zu ihrer Tochter nach Charlottenburg fahren – und schüttelt nur den Kopf. „Mir ist es unbegreiflich, wie schnell so ein Zug ausbrennen kann“, sagt die Seniorin. Da bekomme man Angst, überhaupt noch mit der Bahn zu fahren. Ein Mittfünfziger meint: „Glücklicherweise ist niemand verletzt worden. Das hätte auch ganz anders ausgehen können“.

Brand in Ahrensfelde: SEV für Fahrgäste eingerichtet

Ein älteres Ehepaar steht etwas ratlos auf dem Vorplatz des S-Bahnhofes, spricht dann einen Sicherheits-Mann der Deutschen Bahn an. Sie wollen eigentlich nach Werneuchen, sagt die Frau und fragt, ob es einen Ersatzverkehr gibt. Ja, es fahren Busse, meint der Mitarbeiter. Von der gegenüberliegenden Straßenseite, und zwar alle Stunde.

Der Bahnsteig, auf dem die Regionalbahn zwischen Berlin-Ostkreuz und Werneuchen verkehrt, ist mit einem rot-weißen Flatterband abgesperrt. Davor steht ein Polizeifahrzeug, drei Beamte versuchen die Fragen der Fahrgäste zu beantworten. Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der privaten Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), dem Unternehmen gehört der Zug, sind nicht vor Ort.

Auch ein Fahrzeug der Berliner Feuerwehr parkt mit eingeschaltetem Blaulicht vor dem Bahnhof. „Es gibt an dem Zug noch eine warme Stelle, wir warten auf einen Techniker“, sagt ein Feuerwehrmann. Dann wolle man entscheiden, wie weiter vorgegangen werden kann. Wie lange der Ersatzverkehr dauern wird, war am Sonntag unklar. Die Niederbarnimer Eisenbahn war nicht erreichbar.