Brand in Bogensee bei Wandlitz
: Schwierige Ermittlungen, Polizei sucht dringend Zeugen

Noch steht nicht fest, was das verheerende Feuer in Bogensee bei Wandlitz ausgelöst hat. Wie es mit den Ermittlungen der Polizei zur Aufklärung der Brandursache weitergeht.
Von
Berit Schwarz
Wandlitz
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Die ehemalige FDJ-Hochschule Wilhelm Pieck, Areal Bogensee, nach dem Brand

Die Polizei hat das Gebäude der ehemaligen Hochschule Wilhelm Pieck in Bogensee bei Wandlitz abgesperrt, um Spuren zu erhalten und Vandalismus vorzubeugen.

Linda Hild
  • Großbrand am 21. Januar 2026 in Bogensee, kurz vor 21 Uhr entdeckt.
  • Lektionsgebäude teils zerstört, Schaden in Millionenhöhe.
  • Ursache unklar; Spurensicherung wegen gefrorenem Löschwasser verzögert.
  • Spezialgruppe ermittelt; viele Zeugen gehört, auch Bürgermeister Oliver Borchert.
  • Polizei sucht Hinweise, auch Fotos/Videos: PI Barnim, Tel. (03338) 3610, kkipibar@polizei-brandenburg.de

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Noch immer ist nicht klar, wodurch der Brand in der früheren FDJ-Hochschule Wilhelm Pieck in Bogensee bei Wandlitz ausgelöst wurde. Auch wenn bereits zahlreiche Zeugen vernommen wurden, existiert bisland noch kein konkreter Hinweis auf die Brandursache.

Der Brand war am 21. Januar 2026 um kurz vor 21 Uhr entdeckt worden und hatte einen 15-stündigen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Feuerwehr konnte zwar ein Übergreifen auf weitere historische Bauten auf dem Gelände verhindern, das Lektionsgebäude der früheren FDJ-Hochschule wurde aber teilweise zerstört. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Die Ermittlungen gestalten sich seitdem als schwierig. Am Brandort konnte aufgrund der Witterungsverhältnisse bislang noch nicht mit der Spurensicherung begonnen werden. Der Boden ist immer noch von gefrorenem Löschwasser überzogen.

Polizeisprecher Roland Kamenz hofft, dass sich die Wetterlage bald verbessert und die Temperaturen steigen. Es wurde inzwischen eine polizeiliche Spezialgruppe gegründet, die die Brandursache des Feuers an der ehemaligen FDJ-Hochschule in Bogensee herausfinden soll.

Bürgermeister von Wandlitz wurde als Zeuge vernommen

Die Ermittler konzentrieren sich deshalb momentan auf die Auswertung von Zeugenhinweisen. Auch Bürgermeister Oliver Borchert (FBGW) wurde bereits von der Kriminalpolizei als Zeuge vernommen. Er war am späten Abend des 21. Januar 2026 zum Brandort gefahren, um sich vor Ort über die Löscharbeiten zu informieren.

Zuvor hatte ihn Landrat Daniel Kurth (SPD) per SMS benachrichtigt, dass es auf dem Areal Bogensee brenne. Borcherts Aussagen sind für die Ermittler ebenso wichtig wie alle anderen, denn für die Polizei kann jede Beobachtung, auch wenn sie noch so nebensächlich erscheinen mag, entscheidend sein.

Die Polizei ruft daher die Bevölkerung auf, alles zu melden, was im Zusammenhang mit dem Areal Bogensee am Brandtag wahrgenommen wurde. „Wir wurden um 20.54 Uhr darüber unterrichtet, dass Feuer im ehemaligen Lektoratssaal ausgebrochen ist“, berichtet Polizeisprecher Kamenz. Wie lange es dauert, bis sich ein kleines Feuer zu einem Großbrand in einem Gebäude ausgebreitet hat, ist sehr unterschiedlich.

Brand in Bogensee: Erneute Bitte der Polizei an Zeugen

Deshalb sind auch Hinweise auf Beobachtungen wichtig, die am Morgen, Nachmittag oder frühen Abend des 21. Januars gemacht worden sind. Selbst in den Tagen davor könnten Zeugen bemerkt haben, dass Personen eventuell das Areal erkundet oder sich im Gebäude selbst aufgehalten haben.

  • Flammen schlagen aus dem "Haus Berlin" auf dem Areal der ehemaligen Waldschule am Bogensee.

    Flammen schlagen aus dem "Haus Berlin" auf dem Areal der ehemaligen Waldschule am Bogensee.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Der große Saal steht lichterloh in Flammen.

    Der große Saal steht lichterloh in Flammen.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Rund 80 Einsatzkräfte sind die gesamte Nacht über im Einsatz gewesen, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern.

    Rund 80 Einsatzkräfte sind die gesamte Nacht über im Einsatz gewesen, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Zum Einsatz kam auch ein spezielles Hubrettungsfahrzeug aus Bernau.

    Zum Einsatz kam auch ein spezielles Hubrettungsfahrzeug aus Bernau.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Der Dachstuhl des rund 800 Quadratmeter großen Saals stürzte in Folge des Brandes ein.

    Der Dachstuhl des rund 800 Quadratmeter großen Saals stürzte in Folge des Brandes ein.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Am Morgen danach: Von dem Inferno, das sich in dieser Nacht hier abgespielt hat, ist beim Anblick der Vorderseite kaum etwas zu erkennen.

    Am Morgen danach: Von dem Inferno, das sich in dieser Nacht hier abgespielt hat, ist beim Anblick der Vorderseite kaum etwas zu erkennen.

    Britta Gallrein
  • Von der Seite lässt sich das Ausmaß des Schadens am Lektionssaal erkennen. Das Dach ist eingestürzt – man kann durch die Fenster in den Himmel blicken.

    Von der Seite lässt sich das Ausmaß des Schadens am Lektionssaal erkennen. Das Dach ist eingestürzt – man kann durch die Fenster in den Himmel blicken.

    Britta Gallrein
  • In der Eingangshalle vom Haus Berlin steht das Löschwasser auf dem Boden.

    In der Eingangshalle vom Haus Berlin steht das Löschwasser auf dem Boden.

    Britta Gallrein
  • Das ganze Ausmaß des Schreckens: Der ehemalige Lektionssaal liegt in Schutt und Asche. Das Dach ist komplett eingestürzt.

    Das ganze Ausmaß des Schreckens: Der ehemalige Lektionssaal liegt in Schutt und Asche. Das Dach ist komplett eingestürzt.

    Britta Gallrein
  • Alles zerstört: Bestuhlung, Bühne – nichts ist mehr übrig vom Großen Saal der ehemaligen Jugendhochschule der Freien Deutschen Jugend (FDJ) am Bogensee

    Alles zerstört: Bestuhlung, Bühne – nichts ist mehr übrig vom Großen Saal der ehemaligen Jugendhochschule der Freien Deutschen Jugend (FDJ) am Bogensee

    Britta Gallrein
  • Das 1954 errichtete Lektionsgebäude, genannt „Haus Berlin“, war einst das Herz der unter Planung der Architekten Hermann Henselmann und Kurt Liebknecht ab 1951 entworfenen schlossähnlichen Anlage.

    Das 1954 errichtete Lektionsgebäude, genannt „Haus Berlin“, war einst das Herz der unter Planung der Architekten Hermann Henselmann und Kurt Liebknecht ab 1951 entworfenen schlossähnlichen Anlage.

    Britta Gallrein
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Wer etwas beobachtet hat oder sogar Fotos oder Videoaufnahmen mit dem Handy in der fraglichen Zeit gemacht hat, soll sich bitte an die Polizeiinspektion Barnim wenden.

Die Kontaktdaten der Dienststelle: Werner-von-Siemens-Straße 8, 16321 Bernau, Telefon (03338) 3610, E-Mail: kkipibar@polizei-brandenburg.de