Brand in Wandlitz
: Asphaltwerk Eurovia nach Anschlag über Monate lahmgelegt

Im Asphaltwerk Eurovia in Wandlitz wird wegen eines Brandes vorerst kein Asphalt mehr produziert. Nach einem mutmaßlichen Anschlag herrscht dort sechs Monate lang Stillstand.
Von
dpa
Wandlitz
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Ein Brand hat das Asphalt-Mischwerk Eurovia in Wandlitz so stark beschädigt, dass es die Produktion über Monate stoppen muss.

Fabian Sommer/dpa
  • Nach einem Brand stoppt das Asphalt-Mischwerk Eurovia in Wandlitz die Produktion für Monate.
  • Eurovia rechnet mit mindestens sechs Monaten Instandsetzung – Ausfall wird über andere Anlagen kompensiert.
  • Ein Bekennerschreiben auf Indymedia liegt vor, die Polizei hält es für authentisch.
  • Vorab gab es laut Eurovia keine Drohungen, die Sicherheit wird nun erhöht.
  • Innenminister Redmann kritisiert fehlende Umzäunung; die Polizei sprach von Millionenschaden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Produktion im Asphalt-Mischwerk in Wandlitz-Schönerlinde nördlich von Berlin ist nach dem mutmaßlichen Brandanschlag für mindestens sechs Monate gestoppt. „Aktuell gehen wir davon aus, dass die Instandsetzung des Mischwerks mindestens sechs Monate dauern wird“, teilte das Unternehmen Eurovia auf Anfrage mit.

Der Ausfall solle durch andere Anlagen ausgeglichen werden. Eurovia baut unter anderem Verkehrswege und gehört zum Baukonzern Vinci Construction.

Nach dem Feuer vor rund zwei Wochen wurde auf Internetplattform Indymedia ein Bekennerschreiben veröffentlicht, in dem eine offensichtlich linksextremistische Gruppe die Tat für sich reklamiert. Die Polizei hält das Schreiben für authentisch.

Asphaltwerk Eurovia in Wandlitz erhöht Sicherheit nach Anschlag

Nach Angaben des Unternehmens gab es vor dem Brand keine Drohungen, der Vorfall sei nicht vorhersehbar gewesen. Das Unternehmen ergreife nun Maßnahmen, um die Sicherheit der Beschäftigten und der Anlagen zu erhöhen.

Innenminister Jan Redmann (CDU) sagte am Mittwoch, die Täter seien an das nicht umzäunte Werk leicht herangekommen und hätten ohne viel Aufwand großen Schaden anrichten können. Er sieht auch Bezüge zu einer Kampagne aus der linksextremistischen Szene gegen ein geplantes Atommüllendlager in Frankreich.

Die genaue Höhe des Schadens für das Asphalt-Mischwerk kann laut Eurovia noch nicht beziffert werden. Die Polizei hatte von einem Millionenschaden gesprochen.