Brandschutz
: Einsätze im Barnim und im Land

Zur Einsatzbilanz der Bernauer Feuerwehr gehören auch Hilfeleistungen, die kaum wahrgenommen werden.
Von
Olav Schröder
Bernau
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Hilfe in Nachbarorten: In Helenenau war vor Ostern hinter den Ställen Pferdem ist in Brand geraten. Bei den Löscharbeiten waren Bernauer Feuerwehrleute mit im Einsatz.

Sergej Scheibe

Aus der Statistik ragt vor allem der 31. Juli heraus. Aufgrund des Unwetters und der damit verbundenen Überflutungen von Straßen, Wegen, Grundstücken und Kellern war die Feuerwehr allein an diesem Tag 89–mal um Hilfe gerufen worden, wie Stadtwehrführer Jörg Erdmann sagte. Waldbrände prägten ebenfalls das Jahr 2018. Nicht nur am Liepnitzsee und Ruhlsdorf waren die Bernauer Feuerwehrleute im Einsatz, sondern auch beim Waldbrand zwischen Wiesenau und Ziltendorf im Landkreis Oder–Spree. Im Juni hatten dort rund 120 Hektar gebrannt. Etwa 20 Anwohner mussten ihre Wohnhäuser verlassen.

Dazu kamen weitere Einsätze im Barnim vom Carport–Brand in Schönow über einen Waldbrand bei Ruhlsdorf bis zum Gefahrguteinsatz in Eberswalde, als einen Tag vor Silvester bei Wartungsarbeiten im Kriminaltechnischen Institut Salzsäure ausgelaufen war.

Hinzu kommen weitere Einsätze, die in der Öffentlichkeit in der Regel weniger bemerkt werden. So wurden 25 Personen durch Türnotöffnungen gerettet. 17 Menschen mussten aus einem Aufzug befreit werden. Im Jahr zuvor waren es sieben weniger in diese Notlage geraten.

Fünf Menschen könnten nach einer Türnotöffnung nur noch tot geborgen werden und auch bei einem Verkehrsunfall mussten die Feuerwehrleute einen Toten bergen.

Immer mehr Aufgaben

Der Löschzug Bernau musste zu 467 Einsätzen ausrücken, damit erhöhte sich die Zahl um 84. Der Löschzug Ladeburg verzeichnete 111 Alarmierungen (plus 33), der Löschzug Schönow 88 (minus acht), die Löschgruppe Lobetal 737 (plus 19) und die Löschgruppe Birkholz 69 (plus 13).

Nicht zuletzt angesichts der zunehmenden Aufgabenfülle der Barnimer Feuerwehren sieht Landrat Daniel Kurth in den 200 Euro, die das Land nun einmal im Jahr an alle aktiven Feuerwehrleute auszahlt, eine Anerkennung ihrer Arbeit. Auch wenn dies "absolut nicht ausreichend ist“, so Kurth, gehe man damit jedoch über Sonntagsreden hinaus.

Die Mitgliederzahl legte auch in der Jugend– und Kinderfeuerwehr zu. Sie zählen jetzt 72 angehende Feuerwehrleute, sechs mehr als noch ein Jahr zuvor. In der Alters– und Ehrenabteilung sind 59 Mitglieder aktiv.