McDonald‘s in Blumberg
: Nach Einbruch – Amtsgericht Bernau erlässt Haftbefehle gegen vier Tatverdächtige

Der Einbruch bei McDonald‘s bei Ahrensfelde endet für vier Männer aus Wolfsburg im Gefängnis. Das Amtsgericht Bernau gibt neue Details aus der Tatnacht bekannt.
Von
Tilman Trebs
Ahrensfelde
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Die McDonald‘s-Filiale zwischen Ahrensfelde und Blumberg ist in der Nacht von Einbrechern heimgesucht worden. Polizei und Justiz handelten schnell.

Jan Woitas/dpa

Nach dem Einbruch in die McDonald‘s-Filiale in Blumberg ist gegen die vier Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Das teilte das Amtsgericht Bernau am Mittwoch mit.

Die vier 16 bis 34 Jahre alten Männer waren in der Nacht zu Montag (14. November) in das Schnellrestaurant bei Ahrensfelde eingebrochen. Nach Auskunft von Amtsgerichtsdirektor Thomas Melzer hatte das diebische Quartett zunächst den Feierabend der dortigen Mitarbeiter abgewartet. Als niemand mehr in der McDonald‘s-Filiale war, seien sie mit einem Brecheisen in das Gebäude eingedrungen.

So sollte der Tresor geknackt werden

„Während zwei der Tatverdächtigen den Tatort absicherten, versuchten die beiden anderen, den Tresor mit den Tageseinahmen des Restaurants mittels eines Trennschleifers und eines Vorschlaghammers zu öffnen oder zur Mitnahme aus der Verankerung zu lösen“, berichtete Thomas Melzer. Dabei sei der Einbruchsalarm ausgelöst worden.

Beim Eintreffen der Polizeikräfte aus Bernau ergriffen die Täter ohne Beute die Flucht, konnten jedoch kurz darauf im Unterholz des nahegelegenen Waldes gestellt und verhaftet werden.

Einbrecher reisten extra aus Wolfsburg an

Die vier Beschuldigten stammen aus dem Kosovo, Montenegro sowie Bosnien-Herzegowina und leben überwiegend seit mehreren Jahren in Wolfsburg. Warum die Täter zur Tatbegehung gezielt von Wolfsburg nach Ahrensfelde gefahren sind, konnte in den richterlichen Beschuldigtenvernehmungen nicht ermittelt werden, erklärte der Amtsgerichtsdirektor.

Den Haftbefehl hatte die Staatsanwaltschaft in Eberswalde beantragt. Der gesetzliche Strafrahmen für die den Beschuldigten vorgeworfene Tat beläuft sich auf drei Monate bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. Ihren Prozess warten sie jetzt in Untersuchungshaft ab.

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