Die Stadtwerke Bernau haben ihr Jahresergebnis 2020 vorgestellt. Dieses liegt trotz Corona-Pandemie mit 3,7 Millionen Euro deutlich über dem des Vorjahres (2,2 Millionen). „Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch, deshalb haben wir viel Zeit und Geld in die Neustrukturierung unseres Unternehmens gesteckt“, sagt Bärbel Köhler, Geschäftsführerin der Stadtwerke.

Zuwachs bei der Photovoltaik

Mit 79,3 Millionen Euro liegt auch die Bilanzsumme über dem Vorjahr, ebenso das Eigenkapital mit 48,9 Millionen Euro. Das führen die Stadtwerke auf ihr Leistungsangebot zurück: Einen deutlichen Zuwachs vermeldet das Unternehmen bei Angeboten wie Photovoltaik und der Fernwärme. „Der Ausbau unserer Fernwärme hat einen Nebeneffekt: Durch die Kapazitätserweiterung unserer fünf Blockheizkraftwerke ist auch der Anteil unseres selbst produzierten Stroms gestiegen“, informiert Bärbel Köhler.
Im Jahr 2020 hätten die Blockheizkraftwerke demnach 43 Gigawattstunden Strom erzeugt, was rund 42 Prozent mehr als im Jahr davor entspricht. Zwar wurden deutlich niedrigere Absatzmengen beim Strom und beim Gas gemessen. Den Verlust konnte der regionale Versorger jedoch durch den Gewinn von Neukunden ausgleichen. Pandemiebedingt ist der Stromabsatz vor allem bei Geschäftskunden zurückgegangen.

Investitionen in die Infrastruktur

Insgesamt haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr rund 7,8 Millionen Euro in die Infrastruktur, also die Strom- und Gasnetze sowie die Fernwärmeversorgung, investiert. Immer mehr Neubauprojekte – egal ob von den Wohnungsbaugesellschaften oder privaten Investoren – setzen bei der Wärmeversorgung der Gebäude auf Fernwärme.
Um den wachsenden Ansprüchen der Energiewirtschaft gerecht zu, haben die Stadtwerke Bernau jüngst ihre Strategie überarbeitet. „Dabei führen wir drei große Ziele zusammen: Die klimapolitischen Ziele zu erreichen, wirtschaftlich stabil zu bleiben und Arbeitsplätze zu erhalten“, erläutert Köhler.