Durch ein Trogbauwerk, so die Kritik, würden die gewachsenen Beziehungen in dem gesamten Bereich zerschnitten. Kritisiert wird, dass eine fachlich bessere Lösung aus politischen Gründen nicht erreicht worden sei. Die jetzige Trasse würde die Verkehrsprobleme nicht lösen, da nach wie vor die Nord-Süd-Verkehrsströme aus Marzahn-Lichtenberg, Hohenschönhausen und schließlich auch aus Köpenick bei Ahrensfelder auf der geplanten B158n zusammengeführt werden sollen.
Das Nachbarschaftszentrum "Kiek In" in Marzahn, in das fünf Bürgerinitiativen am Mittwochabend eingeladen hatten, konnte die Anwohner aus Berlin und Brandenburg nicht allein wegen der Abstandsvorgaben kaum fassen. "Marzahn Nord-West ist ein unvollendeter Stadtteil, ihm fehlt die Verkehrsanbindung ans Umland und in die Stadt", beschrieb Fritz Gläser vom Alternativen Stadtteil Aktiv die Situation. Bereits 1991 hatte die Gemeinde Ahrensfelde den Antrag auf eine Ortsumfahrung gestellt, erinnerte Bernd Allerdissen vom Förderverein Ahrensfelde. Das Grundproblem sei, dass 1994 der Untersuchungsraum für die Trasse im südlichen Bereich, konkret zwischen Falkenberg und Wuhletalstraße, verkleinert worden sei. Eine Ableitung des Verkehrs über die Wuhletalstraße in Berlin wurde ausgeschlossen. Für Ahrensfelde hätte dies aber bedeuten können, dass die Trasse in einem größeren Bogen südlich um die Gemeinde über die Wuhletalstraße und die Kemberger Straße führen könnte. Die Initiativen fordern eine "fachliche" Debatte und kritisieren, dass der Zuschnitt des Untersuchungsgebietes und die Variantenfindung darunter gelitten haben, dass sich Berlin aus der Finanzierung der Umfahrung heraushalten wollte.
Doch die jetzige Trasse, so Bernd Allerdissen, sei keine Lösung. Heute bewegen sich 24 000 Fahrzeuge am Tag auf der Dorfstraße (B 159). Bei der Agip-Tankstelle, dort befindet sich eine Zählschleife, sind es noch 20 000. Doch selbst mit der Trogvariante würden noch 9000 Fahrzeuge weiterhin die Dorfstraße nutzen.
Die Liste der Einwände gegen die jetztige Trasse ist lang. Susanne Gontard (Wir im Kiez Marzahn Nord West), Jochen Kramer (Kiez-Treff  Marzahn) und Marion Baumann (Netzwerk Gemeinsam statt einsam) ergänzen sie. Neben der Verkehrs- und Lärmbelastung kommt hinzu, dass die B158n als "neue Berliner Mauer", die die Siedlungsgebiete zerschneidet, angesehen wird. Der Bahnübergang und neue Ampelkreuzungen wären Verkehrsbarrieren. "Es darf nicht dazu kommen, dass das Planfeststellungsverfahren im kommenden Jahren wieder aufgenommen wird", hielt Oda Formazin (Förderverein Ahrensfelde) fest. Die Variante mit einem Trog bezeichnete sie als "Schnapsidee".

Online-Petition

Um dies zu verhindern, werden Unterschriften gesammelt und es läuft eine Online-Petition, die sich an den Landtag, an das Abgeordnetenhaus und an den Bundestag richtet (openpetition.de/!ortsumfahrung).  Mehrere Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses und Kommunalpolitiker aus Ahrensfelde waren in der Versammlung vertreten.
An den Vorsitzenden des Berliner Petitionsausschusses wurde die Petition noch in der Versammlung übergeben. Fritz Gläser kündigte darüber hinaus "einfallsreiche" Aktionen wie möglicherweise ein "Picknick auf der Dorfstraße" an.