Fotografie: Karl-Heinz Wendorff hat eine neue Leidenschaft

Gesang und Fotografie: Karl-Heinz Wendorff (r.) alias Carl von Breydin verknüft seine beiden Leidenschaften hier bei einer Ausstellung in Berlin.
privatKarl-Heinz Wendorff ist ein wahrer Tausendsassa. Viele kennen ihn unter seinem Künstlernamen Carl von Breydin oder als Moderator der Fitnessendung „Medizin nach Noten“, die in den Achtzigerjahren täglich im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Neben der Musik und dem Entertainment widmet sich der Brandenburger einer weiteren Leidenschaft. Er und seine Frau Dagmar haben das gemeinsame Hobby Fotografieren für sich entdeckt.
„In der Vielseitigkeit liegt die Kraft“ sagt der 72-Jährige. In der Mark Brandenburg, insbesondere in ihrem Wohnort Trampe, hat sich das Paar vorgenommen, Landschaft zu fotografieren. Wendorff erzählt: „Wenn Gäste die Bilder sehen, fragen sie, ob es wirklich so schön bei uns in Brandenburg ist.“ Das Paar bringt solche Erfahrungen zum Beispiel von ihrer Ausstellung „Brandenburg meine Liebe“ mit, die derzeit in Berlin im Nachbarschaftshaus „Kiek in“ in der Rosenbecker Straße 25-27 in Marzahn gezeigt wird.
Die 50 Bilder umfassende Ausstellung wurde – natürlich – musikalisch von Carl von Breydin umrahmt. „Das Schwierigste bei der Ausstellung“, sagt das Multitalent, „war das Auswahlverfahren. Bei über zehntausend Bildern muss man harte Entscheidungen treffen, welche Aufnahmen sich am besten eignen.“ Die Motive passen gut zu seinen heimatnahen Liedern. Geplant ist, dass die Ausstellung am Berliner Stadtrand auch im Oktober noch zu sehen ist. „Der Unterhaltungsalltag ist schnelllebig, meine Frau ist meine Stütze“, sagt er und scheut auch vor neuen Herausforderungen nicht zurück.
Botschafter des Gesangs
„Mein Ziel ist es, ein kleines Vorbild für meine Altersgruppe zu sein“, sagt der 72-Jährige. Der musikalische Botschafter der Mark Brandenburg ist weiterhin aktiv. Im laufenden Monat trat er zum Beispiel neben 19 weiteren Teilnehmern beim zweiten Liederfest für das Oderbruch mit dem selbstkomponierten Titel „Mein Oderbruch ist mein Zuhause“ in Kienitz auf. Drei bis vier Auftritte absolviert er pro Monat. So war er auch beim Erntefest in Trampe und einen Tag später beim 13. Eberswalder Stadtlauf zu erleben.
Im Fernsehen ist er an diesem Sonnabend um 20.15 Uhr in der RBB-Dokumentation „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“ zu sehen. Karl-Heinz Wendorff wird als Zeitzeuge für das Jahr 1983 interviewt.