Heike Eilitz grault es jetzt schon vor der nächsten Woche. Denn dann beginnt für sie mal wieder eine echte Tortur. Das liegt an der RB 25, die wegen Bauarbeiten gleich für mehrere Wochen stehen bleiben muss. Als Ersatz fahren Busse. "Das hatte ich schon im Sommer, da war ich mehr als zehn Stunden unterwegs, um in Berlin fünf Stunden arbeiten zu gehen", klagt die 55-Jährige aus Tiefensee.
Wie sie sind auch zahlreiche andere Berufspendler von der Streckensperrung bei der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) betroffen. Sie beginnt bereits heute gegen 20 Uhr und wird zunächst bis 25. November andauern. Grund für die Sperrung sind Bauarbeiten am Stellwerk am Biesdorfer Kreuz durch die DB-Netz AG, teilte NEB-Sprecher Holger Reimann auf Nachfrage mit.
Fahrtzeit verdoppelt sich fast
Die Sperrung betreffe zwar nicht die gesamte Strecke, heißt es, dennoch müssen der Zugverkehr auf der gesamten Linie ruhen. Aufgrund der Baumaßnahme seien die Züge hinter Blumberg vom restlichen Streckennetz abgeschnitten. "Über einen so langen Zeitraum ist ein Betrieb ohne Tanken oder Zugführungsmöglichkeit zur Werkstatt nicht möglich", sagt Reimann.
Fahrgäste, die die Linie der RB 25 nutzen, müssen nun erheblich mehr Zeit einplanen. Für die Strecke von Werneuchen bis Berlin-Lichtenberg, die der Zug in der Regel in 30 Minuten schafft, wird nun fast eine Stunde fällig. Im Ersatzfahrplan, der seit Wochenmitte feststeht (www.neb.de), ist von 55 Minuten die Rede. Pendlerin Heike Eilitz bezweifelt allerdings, dass die Busse, die als Haltepunkte Seefeld, Blumberg und Ahrensfelde ansteuern, die Fahrtzeit in der Rushhour am Morgen einhalten können. "Die Zeiten halte ich für sehr gewagt", sagt sie. Jeder wisse, dass die Busse – wie auch alle Autofahrer – die B158 in Richtung Berlin nehmen müssen. "Und da herrscht spätestens ab Ahrensfelde immer Stop-and-go", weiß Heike Eilitz.
NEB-Sprecher Reimann räumt ein, dass der Fahrplan vor allem in der Rushhour "wohl nicht zu halten sein" wird. Die Erfahrung hätte allerdings auch gezeigt, dass die Fahrzeiten über den Tag extrem unterschiedlich ausfallen können. "Die zu bestimmten Zeiten sehr wahrscheinlich auftretenden Verspätungen sollen durch Reservebusse abgefangen werden, die vermeiden sollen, dass Verspätungen von einem zum nächsten Takt weitergegeben werden", so Reimann.
Wichtig für alle Fahrgäste: Der aktuelle Zugausfall der RB25, den täglich rund 2400 Menschen nutzen, wird nicht der einzige bleiben. Lediglich am 26. und 27. November fahren die Züge wieder regulär, direkt im Anschluss folgen die nächsten Einschränkungen. Ab 28. November bis 6. Dezember verkehrt die Bahn nur zwischen Werneuchen und Ahrensfelde. Für den Abschnitt bis Ostkreuz kommen erneut Busse zum Einsatz. Und das ist noch nicht alles. Im Januar und Februar folgen weitere Baumaßnahmen. NEB-Sprecher Reimann hat hier aber eine gute Nachricht für alle Pendler: "Sie finden größtenteils  am Wochenende statt."

Bis 25. November fahren nur Busse


Auf der Strecke der RB 25 von Werneuchen nach Ostkreuz in Berlin ist der Zugverkehr ab heute bis einschließlich Montag, den 25. November, unterbrochen.  Als Ersatz für die Züge werden Busse eingesetzt.

Fahrgäste können sich auf der Internetseite der Niederbarnimer Eisenbahn (ww.neb.de) über die Ersatfahrpläne informieren.

Der erste Bus startet täglich um 4.39 Uhr am Bahnhof Werneuchen. Es folgen die Haltepunkte: Seefeld Dorf, Seefeld Eichenstraße, Blumberg Bahnhof, Blumberg Rehhahn, Ahrensfelde Fasanenstraße,  Ahrensfelde Friedhof und Bahnhof, Berlin-Lichtenberg. che