Fußball
: Rote Karte und Tritt gegen Schiedsrichter-Kabine

Mit einem 3:2-Sieg gegen den SV Friedrichsthal verkürzte Einheit Zepernick seinen Abstand auf Tabellenführer Schönow. Es war viel los auf dem Platz.
Von
Steffen Kretschmer
Zepernick
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Im Zweikampf: Zepernicks Bruno Koster (r.)

Sergej Scheibe

Mit einem 3:2-Sieg gegen den SV Friedrichsthal konnte Gastgeber Einheit Zepernick seinen Abstand auf Tabellenführer Schönow auf einen Punkt verkürzen. Allerdings war ganz schön was los auf dem Platz in Zepernick. Schiedsrichter Maurice Müller verfasste nach dem Spiel einen Sonderbericht, der mehrere Punkte enthält. In der Nachspielzeit sah Friedrichsthals Martin Schönhoff die Rote Karte. Der Vorwurf: Er habe mit gestrecktem Bein den Gegner getroffen. Im Formular ist von brutaler Spielweise die Rede. Nach dem Spiel sollen Spieler der Gäste gegen die Schiedsrichterkabine getreten haben. Im Bericht ist auch von diskriminierenden Worten seitens der Friedrichsthaler die Rede.

Staffelleiter Misdziol berichtet, dass intern erste Gespräche geführt wurden. Die Vereine müssen nun eine Stellungnahme abgeben.

Friedrichsthals Trainer Michael Schuldig sprach von einem glücklichen Sieg der Zepernicker. „Ein regulärer Treffer wurde uns aberkannt. Letztlich war es ein ganz normales Spiel, mit ein, zwei härteren Fouls.“ Die Rote Karte bezeichnet Schuldig als „blöde Aktion“. Genau wie er hätten auch alle Zepernicker darin keinen Platzverweis gesehen. „Das war kein brutales Foul.“ Dass seine Spieler gegen die Schiri-Tür getreten haben sollen, hat der SVF-Coach nicht mitbekommen. Sehr wohl aber, wie es zur Meldung von diskriminierenden Äußerungen kam. „Das wurde lange nach dem Spiel an die Schiedsrichter herangetragen. Wir hatten leider keine Chance mehr, uns direkt dazu zu äußern.“