Fußball: Union gewinnt Rumpelspiel

Typisches Bild: Hier hat es Alexander Rathmann erwischt. Ihm war ein Gegenspieler auf den Knöchel getreten. Schiedsrichter Justin Weigt und Linienrichterin Linda Kollmann hatten alle Hände voll zu tun, um die Gemüter zu beruhigen.
Britta GallreinDen Eisenhüttenstädter steht das Wasser bis zum Hals, als Tabellenvorletzter wollte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Schmidt endlich drei Punkte sichern. Und zunächst sah es auch gut aus, denn Christian Siemund brachte die Gäste früh in Führung.
Doch dann ein mustergültiges Zusammenspiel zwischen Jerome Ehweiner und Steven Nowark: Ersterer behielt den Blick für den besser positionierten Nebenmann, und der schob zum Ausgleich ein. Die Eisenhüttenstädter Abwehr gab da kein gutes Bild ab.
Ehweiner erhöhte nach Zuspiel von Tobias Marz nach einer knappen halben Stunde auf 2:1. Zunächst hatte FCE-Verteidiger Andre Beuthel noch für den schon geschlagenen Keeper auf der Linie retten können, doch gegen den Nachschuss war er machtlos.
Union gewann immer mehr die Oberhand in einer Partie, die zusehends ruppiger wurde. Vor allem Eisenhüttenstadts Georges Djike stieg immer wieder übertrieben hart ein, hätte nach einem bösen Foul an Felix Klaka später auch Rot sehen können. Doch Schiedsrichter Justin Weigt beließ es bei Ermahnungen, obwohl am Ende doch sieben Gelbe Karten zusammen kamen, davon fünf auf Seiten der Gäste.
William Dittrich knickte nach einem Foul um und verletzte sich am Knöchel, musste ausgewechselt werden. Auch für Alexander Rathmann kam es knüppeldick. Ihm trat ein Gegenspieler unglücklich auf den Knöchel – das sah nicht gut aus.
Rutzen-Kopfball an die Latte
Auch in Hälfte 2 blieb es bei Kampf und Krampf. Union-Coach Pröger stellte vom 3-4-3 auf 4-4-2 um, Marz und Neuzugang Solomon Okoro bildeten jetzt eine Doppelspitze. Gleich mehrere Großchancen ließen die Gastgeber aus, wie beim Eckball von Felix Klaka, den Verteidiger Erik Rutzen an die Latte köpfte. Ständig musste das Spiel unterbrochen werden, weil Spieler verletzt am Boden lagen. Die Emotionen kochten hoch, auch die Trainerlager tauschten so einige Nettigkeiten aus, bevor Nowark mit seinem zweiten Treffer alles klar machte.
„Das Spiel hatte alles, was Abstiegskampf ausmacht“, sagte ein erleichterter Pröger nach dem Abpfiff. „Aber wir haben heute dagegen gehalten und einen Rückstand gedreht, das war ganz wichtig für die Moral der Mannschaft.“ Sein Gegenüber Andreas Schmidt war komplett angefressen. „Ich sage zu dem Spiel heute gar nix, das ist besser.“
