Das sowjetische Ehrenmal in Seefeld - Ortsteil von Werneuchen - ist geschändet worden. Eine Zeugin informierte die Polizei am Freitagmittag darüber, dass ein Unbekannter dort uriniert habe, sagte ein Sprecher am Dienstag. Er sei dabei von einer zweiten Person gefilmt oder fotografiert worden.
Die alarmierten Beamten hätten vor Ort niemanden mehr feststellen können. Inzwischen habe der Staatsschutz die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen, hieß es.

Botschaft: Versuch, ethnisches Hass zu schüren

Im Internet ist nach Angaben der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin ein Video der Tat aufgetaucht. Es zeige einen „deutschen Neonazi-Anhänger bei der Schändung der sowjetischen Kriegsgräberstätte, indem er sich rassistisch äußert“.
Man betrachte diese frevelhafte Aktion als einen Versuch, ethnischen Hass zu schüren sowie als eine zynische Missachtung des Gedenkens an die Soldaten, die für die Befreiung der Welt und Europas vom Nationalsozialismus ihr Leben gaben.

Auswärtiges Amt erhielt Protestnote

Die Botschaft sandte eine Protestnote an das Auswärtige Amt. Darin wird gefordert, „erschöpfende Maßnahmen zur Ermittlung von Umständen des Vorfalls zu ergreifen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und die Sicherheit des Ehrenmals im Sinne des russisch-deutschen Kriegsgräberabkommens vom 16. Dezember 1992 zu gewährleisten“.
Die Stadt Werneuchen war für ein Statement nicht erreichbar.