Gedenktag
: Erinnerung als Zukunftsaufgabe

In Bernau und Panketal gedachten viele Menschen der Opfer des Holocaust.
Von
MOZ
Bernau/Panketal
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Kranzniederlegung: Auf dem Bahnhofsvorplatz trafen sich rund 90 Menschen.

Wolfgang Rakitin

In Bernau und Panketal versammelten sich am Sonntagvormittag Anwohner zum Gedenken an die Opfer des Holocaust. Der 27. Januar ist der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz–Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945.

Etwa 90 Menschen kamen am Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Bahnhofsvorplatz in Bernau zusammen, um dort Blumen niederzulegen. Fanny Behr von der Bernauer Stadtverwaltung erinnerte an Juden, Sinti und Roma, an Menschen, die wegen ihrer Krankheit oder sexuellen Orientierung, aus politischen, religiösen oder ethnischen Gründen ermordet wurden, aber auch an die Todesopfer des Krieges sowie an Bernauer Bürger, die verfolgt, deportiert und getötet wurden.

Blumen legten unter anderem die Stadtverordnetenvorsitzende Hildegard Bossmann, Bürgermeister André Stahl, viele Bürger und Stadtverordnete nieder. Mit Hubert Handke und Hans Ärmer nahmen auch zwei frühere Bürgermeister von Bernau teil. Zeitgleich fand in Panketal eine Gedenkveranstaltung statt, zu der der Ortsverbands der Linken eingeladen hatte.

In Schönow hatten sich zuvor mehr als 30 Anwohner am Ehrenmal versammelt, darunter Ortsvorsteherin Adelheid Reimann und Anne–Katrein Becker, die sich mit der Historikergruppe besonders um die Erinnerung an sechs Schönower Widerstandkämpfer einsetzt. Das Gedenken an die Opfer sei stärker auf künftige Generationen auszurichten, um auch sie zur Wachsamkeit zu mahnen, sagte Harald Ueckert vom Ortsbeirat. An der Schule sei eine Gedenktafel angebracht und eine Straße nach Elli Voigt benannt worden. Er sprach sich dafür aus, auch im neuen Wohngebiet hinter dem Einkaufsmarkt Straßen nach Widerstandskämpfern zu benennen.