Gefahr: Verband warnt vor dem Trinken des Trinkwassers in Teilen von Wandlitz

Lebensmittel Trinkwasser: Diese Aussage trifft aktuell für mehrere Bereiche in Wandlitz und Stolzenhagen nicht mehr zu.
Jens Büttner/dpaEs ist eine so genannte „Verwendungseinschränkung“, die folgende Bereiche betrifft: In Wandlitz die Anwohner der Wegenerstraße und der Straße Am Hasenberg. In Stolzenhagen sind Teile der Siedlung Rahmersee betroffen – konkret die Anwohner im Karree Sieglinde- und Siegfriedweg sowie im Brunhildeweg.
„Die Bürger dieser Bereiche möchten sich bitte ab sofort Mineralwasser in Glasflaschen kaufen und dies bei uns formlos anzeigen. Der Verband wird die Kosten der Bürger mit einer Gutschrift auf die Gebührenlast verrechnen“, erklärte Kunde den Werdegang für die knapp 70 betroffenen Familien.
Konkret lagen die Mangan-Werte in der Siedlung Rahmersee bei 0,3 Milligramm je Liter, in Wandlitz bei 0,5 Milligramm je Liter. Erlaubt sind 0,05 Milligramm je Liter. Weder zum Trinken noch zum Zubereiten von Nahrung, und auch nicht zum Zähneputzen oder Waschen von Obst darf das manganbelastete Wasser nach Informationen aus dem Barnimer Gesundheitsamt genutzt werden. Insbesondere sind Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen des Verdauungsapparates betroffen.
Entdeckt wurden die Überschreitungen bei standardmäßigen Netzbeprobungen an sechs Stellen. Unauffällig blieben die Proben in der Klosterfelder Beimlerstraße, in der Wandlitzer Ortslage an der Gemeindeverwaltung, im Louisenhain und in der Bogenheide am Hirschsprung.
Wie Kunde sagte, habe es vergleichbare Einschränkungen beim NWA noch nie gegeben. Er macht den starken Trinkwasserverbrauch für die Probleme verantwortlich. Die Fließgeschwindigkeiten würden die Manganbestandteile von der Rohrwandung ablösen. Die Ergebnisse neuer Proben vom Freitag liegen mutmaßlich erst am kommenden Mittwochvormittag vor. Dann werde der NWA erneut informieren
