Zwei Tage vor den Bundestagswahlen folgen am Freitag, 24. September, auch junge Leute aus dem Barnim dem Aufruf der Bewegung Fridays for Future (FFF) zum Globalen Klimastreik. Nach Angaben der Bernauer FFF-Gruppe startet die Demonstration um 11.55 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Bereits um 11.15 Uhr treffen sich Unterstützer am Rathaus in Panketal, um sich gemeinsam mit dem Fahrrad auf den Weg nach Bernau zu machen. In Eberswalde wollen sich Klimaaktivisten um 13.32 Uhr am Bahnhof versammeln. Beim internationalen Klimastreik soll die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens eingefordert werden.

Druck vor der Wahl, aber keine Wahlempfehlung

„Wir streiken, weil wir eine gerechte Klimapolitik für alle verlangen, die nicht die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen aufs Spiel setzt und jetzt handelt“, sagt FFF-Unterstützerin Pauline Pautz aus Bernau. „Bei dieser Wahl tragen die Menschen, die keine Stimme auf dem Wahlzettel haben, die drastischen Konsequenzen der Politik der Bundesregierung. Die nächste Koalition ist die letzte, die die Klimakrise noch eindämmen kann. Wir fordern alle auf, mit uns gemeinsam diese Stimmen laut zu machen.“ Eine Wahlempfehlung geben die Klimaschützer im Barnim allerdings nicht ab.

„Klimakrise wird weiter angeheizt“

„Keine Partei hat einen 1,5-Grad-Plan im Wahlprogramm vorgelegt. Wir müssen zeigen, dass wir die nächste Regierung nicht damit durchkommen lassen, globale und regionale Ungerechtigkeiten weiter anzufeuern. Dazu sind grundlegende strukturelle Veränderungen in progressiven Koalitionen notwendig. Die letzten Jahre haben gezeigt: Ohne uns allen auf den Straßen wird sich nichts ändern“, meint Amelie Pelikan aus Eberswalde. Aktuelle wissenschaftliche Berichte würden zeigen, „dass die Klimakrise weiterhin angeheizt wird“. Im Jahr 2021 ist ein historischer Emissionsanstieg zu erwarten. Die Aktivistinnen fordern, „Probleme bei der Wurzel zu packen anstatt auf klimapolitische Leuchtturmprojekte zu setzen“.