Großeinsatz in Blumberg: Kinder vergiftet? Feuerwehr und Rettungsdienst in Grundschule

Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften kam es am Mittwochmorgen an der Grund- und Oberschule Blumberg.
Dennis Lloyd BrätschEin Alarm für einen „MANV“, übersetzt „Massenanfall von Verletzten“ in der Grund– und Oberschule Blumberg ist am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr in der Feuerwehrleitstelle in Eberswalde eingegangen. 25 Kinder mit Vergiftungserscheinungen wurden gemeldet, wie der Lagedienst auf Anfrage mitteilte. Sofort schickte dieser mehrere Rettungswagen, die Feuerwehr und Kräfte des Katastrophenschutzes zur Grundschule.
Im Raum stand bei den Rettungskräften zunächst die Vermutung, dass es sich um eine Gasvergiftung handeln könnte. Die Schulleitung vermutete hingegen einen harmloseren Grund — und sollte Recht behalten.
Rohrbruch durch Starkregen als Ursache vermutet
„Durch den Startregen ist vermutlich ein Wasserrohr gebrochen“, berichtete die stellvertretende Schulleiterin Kerstin Kraft. Dadurch sei bei einem Rohr, das zu einem Waschbecken in einem Klassenraum führte, der Traps gebrochen. Dieser Verschluss sorgte unter anderem dafür, dass keine Gerüche durch das Rohr gelangen können.

Neuen Kinder sind durch einen Notarzt und Rettungskräfte versorgt und anschließend in Krankenhäuser transportiert worden.
Dennis Lloyd Brätsch„Dadurch hat es in dem Klassenraum fürchterlich gestunken — wie die Kinder berichtet haben, nach Erbrochenem“, schilderte Kerstin Kraft. Einigen Kindern der vierten Klasse sei daraufhin sehr schlecht geworden, neun von ihnen mussten sich übergeben.
Kinder werden in der Feuerwehr versorgt
Die Schulleitung informierte daraufhin die Feuerwehr. Die Vermutung, dass der Geruch durch ein defektes Wasserrohr kommen könnte, habe man angegeben. „Vielleicht haben die uns nicht richtig zugehört“, vermutet die stellvertretende Schulleiterin, wie der Großeinsatz zustande kam. Laut dem Pressesprecher der Gemeinde Ahrensfelde, Daniel Ackermann, sei auch die Feuerwehr vor Ort schnell von einer Faulgasbelästigung ausgegangen.

Betroffen war der Klassenraum einer vierten Klasse in der Grund- und Oberschule Blumberg.
Dennis Lloyd BrätschBetroffen waren nach Angaben der Schulleitung nur die Schüler der einen vierten Klasse. „Die Alarmierung hat top geklappt, schon nach sieben Minuten waren Rettungswagen vor Ort“, sagte Kerstin Kraft. Die Kinder wurden in der benachbarten Feuerwache untergebracht und versorgt.

Neben Feuerwehr und Rettungsdienst sind auch Einheiten des Katastrophenschutzes aus dem Landkreis Barnim angerückt.
Dennis Lloyd BrätschNach Angaben von Daniel Ackermann waren 25 Schülerinnen und Schüler betroffen, neun von ihnen kamen vorsorglich zur weiteren Untersuchung in umliegende Krankenhäuser. „Die anderen Kinder der Klasse sitzen derzeit im Sekretariat mit der Lehrerin und haben es sich dort gemütlich gemacht“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin während des Einsatzes. Die Eltern der betroffenen Kinder seien informiert worden. Alle Kinder seien sehr aufgeregt gewesen, aber ansonsten wohlauf.
Feuerwehr belüftet betroffenen Klassenraum
Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten in dem betroffenen Klassenraum Messungen mit einem speziellen Gasmessgerät durchgeführt, erklärte Gemeindewehrführer Falko Grunow vor Ort. Festgestellt wurde dabei nichts. Der Klassenraum ist belüftet worden. Weitere Räume der Schule waren davon nicht betroffen. Der Unterricht soll in den anderen Klassen normal weiter geführt werden, hieß es vor Ort.
