Hallenfußball
: Union Klosterfelde dreht den Spieß um

Union Klosterfelde gewinnt überraschend das Niederbarnim Masters. Der FSV Bernau unterliegt im Finale.
Von
Britta Gallrein
Bernau
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  • Wiederholungstäter: Bereits zum vierten Mal holte sich das Team der SG Union Klosterfelde den Sieg im Niederbarnim Masters gegen die sieben besten Niederbarnimer Fußball-Mannschaften.

    Wiederholungstäter: Bereits zum vierten Mal holte sich das Team der SG Union Klosterfelde den Sieg im Niederbarnim Masters gegen die sieben besten Niederbarnimer Fußball-Mannschaften.

    Dennis Kaczmarek
  • Macht mal Lärm: Eintracht Wandlitz hatte wie immer eine sangesfreudige Fan-Gruppe am Start.

    Macht mal Lärm: Eintracht Wandlitz hatte wie immer eine sangesfreudige Fan-Gruppe am Start.

    Dennis Kaczmarek
  • Wieder dabei: Damir Coric (l.) im Finale gegen Dennis Aerts

    Wieder dabei: Damir Coric (l.) im Finale gegen Dennis Aerts

    Dennis Kaczmarek
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Die meisten hätten wohl auf den FSV als Sieger gesetzt, schließlich hatten die Bernauer Gastgeber zuletzt beide Eberswalder Hallenturniere gewonnen, waren mit drei Siegen aus drei Spielen als Gruppenerster souverän ins Halbfinale eingezogen und wollten ihren Titel aus den Vorjahren verteidigen, während Klosterfelde in den Eberswalder Turnieren eher mäßige Leistungen abgeliefert hatte.

Zunächst standen die Zeichen auch auf Sieg für den FSV, der spielerisch auch im Finale überzeugte und erstmals wieder mit dem lange Zeit verletzten Kapitän Damir Coric auflief ( „Der Trainer hat mir vor jedem Spiel eingeschärft, mich bloß nicht zu verletzen."). Philipp Wannke brachte den FSV schnell in Führung. Dann musste auch noch Unions Jerome Ehweiner nach hartem Einsteigen für zwei Minuten vom Feld. Doch die Unioner spielten die Zeit in Unterzahl clever runter und waren kurz darauf ein Spieler mehr, als Bernaus Norman Flach von draußen zusehen musste. Die Klosterfelder "Fankurve“ gab jetzt alles. Es wurde laut in der Halle und der Ton rauer. Davon ließen sich jetzt auch die Spieler anstecken, die jetzt ganz schön hart in die Zweikämpfe gingen. FSV–Keeper Thorsten Wiese flog nach erneut hartem Tackling ebenfalls zwei Minuten vor Schluss vom Platz und Nachwuchs–Keeper Lukas Schönhoff musste für ihn zwischen die Pfosten.

Als Unions Felix Klaka nach Zuspiel von Jerome Ehweiner Sekunden vor Abpfiff doch noch der Ausgleich gelang, stand die Halle Kopf. Unschöne Randerscheinung: „Scheiß FSV“-Rufe kamen jetzt von Seiten der Zuschauer. Fair Play geht anders.

Im Neunmeterschießen stand für Union Jerome Ehweiner im Kasten. Der Mittelfeldspieler musste kurzfristig aushelfen, weil beide Keeper verletzt waren, und hatte im Turnier mit tollen Paraden überzeugt. Halten konnte er zwar keinen Strafstoß, aber der dritte Bernauer verschoss und verhalf der Union zum vierten Turniersieg beim Masters. Danach tanzte eine rote Jubeltraube über das Parkett.

Es fließt Sekt aus dem Pokal

„Heute haben wir den Spieß umgedreht“, erklärte Trainer Gerd Pröger im Anschluss und spielte damit auf die Niederlage gegen den FSV im Neunmeterschießen im vergangenen Jahr an, während seine Spieler auf dem Parkett feierten.

Große Überraschungen blieben ansonsten aus. Die Favoriten setzten sich durch. Einzig Einheit Bernau konnte mit Platz 4 nicht zufrieden sein. „Wir waren einfach nicht gut heute, nicht konsequent und gallig genug“, so das Fazit von Keeper Niklaas Seifarth.

Ahrensfelde zeigte guten Fußball und kam auf Rang 3. „Wir hatten aber dieses Jahr einfach keine gute Hallentruppe zusammen“, fand Trainer Sven Orbanke.

Der Rüdnitzer Trainer Ralf Kerstan war mit dem Abschneiden seiner Jungs zufrieden. „Wir haben uns gut verkauft, hatten nur Schwächen im Torabschluss.“ Nicht glücklich war Einheit Zepernick. Der Gewinner des Jahres 2018 musste sich diesmal mit dem letzten Platz begnügen.