Hussitenfest 2026 in Bernau: Was es zum Essen gibt und was es kostet

Das gibt es auf dem Mittelaltermarkt beim Hussitenfest in Bernau 2026: Spanferkel mit Sauerkraut für sieben Euro, auf alte Art zubereitet.
Berit Schwarz- Hussitenfest 2026 in Bernau bietet mittelalterliche Speisen und Getränke auf dem Markt.
- Spanferkel mit Sauerkraut kostet sieben Euro – sechs Tiere sind für das Wochenende vorgesehen.
- Beliebt am Stand „Asinarius“: Wildschweinbratwurst für fünf Euro und Räuberspieß für sieben Euro.
- Hanfbrote mit Putengulasch kosten neun Euro, vegane Füllung aus Bohnen und Pilzen acht Euro.
- Lehmofen „Backwahn“ backt Mini-Brote; Aufstrich für Erwachsene fünf Euro, Kinder erhalten Rabatt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bernau ist 2026 am Hussitenwochenende auf Zeitreise ins Mittelalter. Und das ebenfalls in kulinarischer Hinsicht. Fleisch war auch im Mittelalter beliebt, besonders dann, wenn es etwas zu feiern gab.
Am Hussitenstand auf dem Mittelaltermarkt dreht sich in einem behäbigen Grill ein komplettes Spanferkel. Die historisch gewandete Marktfrau passt auf, dass nichts anbrennt: „Wir bieten eine Portion von unserem Grillschweinchen mit Sauerkraut für sieben Euro an.“
Sobald das mittelalterliche Gericht knusprig und servierfertig ist, wird nachgelegt. Insgesamt sechs Spanferkel hat der Wirt für das Hussitenwochenende besorgt. „Die reichen bis Sonntag, hoffentlich“, zwinkert die Marktfrau.
Vom Marktstand „Asinarius“ steigt zünftiger Fleischgeruch auf. Auf dem Holzkohlegrill bruzzeln Wild- und Schweinespezialitäten. Marktfrau Silvana Lyhs verrät: „Besonders beliebt ist bei uns die Wildschweinbratwurst für fünf Euro und der Räuberspieß vom Hausschwein für sieben Euro.“ Wer auf Gemüse nicht verzichten mag, bekommt einen Schlag Rotkohl für zwei Euro dazu. „Das gab es auch schon im Mittelalter“, weiß Köchin Silvana Lyhs.
Gefüllte Hanfbrote auf dem Hussitenfest 2026 in Bernau
Sandy Cummings bietet an ihrem Stand Hanfbrote mit Füllung an. „Hanf war im Mittelalter sehr beliebt“, weiß sie. „Man baute damals auch gern Weizen an, aber die Ernten fielen unterschiedlich aus. So gab es manchmal Brot, das mehr Weizen enthielt, und in einem anderen Jahr buk man Brot mit größerem Hanfanteil.“ Das Backwerk auf dem Hussitenfest enthält immerhin 20 Prozent Hanf. „Die Brotlaibe fülle ich mit Putengulasch im Senfsud, das kostet neun Euro.“ Als vegetarische oder vegane Alternative bereitet sie eine Füllung aus grünen Bohnen und Pilzen für acht Euro zu.

Sandy Cummings bereitet die vegetarische Füllung für ihre mittelalterlichen Hanfbrote zu.
Berit SchwarzDamit das Essen besser im Magen landet, werden natürlich Getränke ausgeschenkt, auch solche, die mittelalterlich anmuten. Etwa Saft aus Quitten statt aus Äpfeln für vier Euro. „Aber die Menschheit hat zu allen Zeiten Wege gefunden, Alkoholisches zu destillieren, deshalb haben wir in der Hinsicht vieles da“, schmunzelt der Verkäufer, der seinen Namen nicht nennen möchte.
Sein Stand hat unter anderem Met-Bier zu bieten: „Das ist Schwarzbier mit Honigwein gemischt, für 0,3 Liter nehmen wir fünf Euro.“ Je nach Laune des Barkeepers hat das Gemisch mal mehr, mal weniger alkoholische Prozente.
Historischer Lehmofen nur für das eine Wochenende gebaut
Das Spektakulärste am „Backwahn“-Stand ist der mittelalterliche Lehmofen, in dem Jens Lange und Sebastian Ortlepp live vor Ort Brotfladen backen. „Momentan brauchen die Mini-Brote nur zwei Minuten, so heiß ist der Ofen gerade“, erläutert Ortlepp. Der Ofen wurde von vier Ehrenamtlichen und einer Schulklasse in den letzten Tagen aufgebaut. „Die Klasse 3d aus der Grundschule in Schönow hat tatkräftig geholfen“, berichtet Jens Lange. „Wir bauen den Ofen jedes Jahr erneut zum Hussitenfest auf, nur für das jeweilige Wochenende.“

Sebastian Ortlepp und Jens Lange backen im historischen Lehmofen Mini-Brote.
Berit SchwarzDanach werden die Bestandteile des Ofens, also Lehm, Ziegel, Stroh und Schamott, auf dem Bauhof Bernau eingelagert. Eigentlich ist das mittelalterliche Backen die Hauptattraktion. Natürlich kann man die Brötchen aber auch essen. Mit einem Kräuterbutter- oder Kräuterquarkaufstrich bekommen Erwachsene sie für fünf Euro. „Für Kinder gewähren wir einen Rabatt“, verrät Lange.
Hussitenfest 2026 in Bernau: Kartoffelstand mit einem Haken
Im Kartoffelhaus wird die beliebte Knolle in allen möglichen Variationen serviert. Entweder als Puffer süß mit Apfelmus, oder als Kartoffelspalten für acht Euro mit Kräuter-, Knoblauch- oder Chilisauce. „Wir schälen und schnibbeln die Kartoffeln selbst, Fertigprodukte gibt es bei uns nicht“, verspricht Susanne Schulz. Sie und ihr Mann betreiben den Kartoffelstand hauptberuflich und ziehen das ganze Jahr überall in Deutschland und der Schweiz umher. „Das Hussitenfest ist für uns immer ein Heimspiel. Wir wohnen nämlich in Bernau. Und nach Feierabend im eigenen Bett zu schlafen, das ist uns sonst nur selten vergönnt“, schmunzelt die Kartoffelkönigin.
Allerdings hat der Kartoffelstand einen Haken: „Im Mittelalter gab es in Europa überhaupt keine Kartoffeln“, gibt Susanne Schulz zu. „Die Kartoffeln kamen erst im späten 16. Jahrhundert aus Südamerika zu uns.“ Aber so streng ist der Mittelaltermarkt auf dem Hussitenfest dann auch wieder nicht.

