Konkret legen die Regionalplaner jetzt die sogenannten "Grundfunktionalen Schwerpunkte" fest. Die Planungsgruppe geht dabei in ihrem Entwurf davon aus, dass insbesondere aufgrund der teilweise "starken Nachfrage nach Wohnbauland" dafür eine "besondere Dringlichkeit" besteht.
In dem Entwurf wird Biesenthal als ein solcher Schwerpunkt angesehen. Damit werden der Kommune zusätzliche Entwicklungsmöglichken in der Siedlungsentwicklung ermöglicht. Die zusätzliche Wachstumsreserve soll auf maximal zwei Hektar pro 1000 Einwohner für einen Zeitraum von zehn Jahren festgelegt werden.

Lediglich eine Option

Der Einzelhandel könnte von einer zusätzlichen Verkaufsfläche von insgesamt 1000 Quadratmetern profitieren. Eine Sortimentsbeschränkung ist dabei nicht vorgesehen.
Wie der Biesenthaler Bauauschussvorsitzende Andreas Krone betont, sind diese Eckwerte lediglich als Optionen zu verstehen, die von dem Stadtentwicklungskonzept abhängen werden. Gegenwärtig läuft noch das Beteiligungsverfahren der Träger öffentlicher Belange. Die Amtsverwaltung sieht keine wesentlichen Bedenken gegen eine Bestätigung des Plans.
Ausgangspunkt für die zusätzlichen Entwicklungspotenziale bildet der vorliegende Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR).
Während aus Sicht der Regionalplanung Bernau, Panketal, Ahrensfelde, Wandlitz und Werneuchen zum "Berliner Umland" gerechnet werden, zählt Biesenthal wie auch Eberswalde, Melchow oder Schorfheide zum "weiteren Metropolenraum". Unabhängig davon gibt es jedoch Überschneidungen. So erhalten sowohl Biesenthal und Groß Schönebeck als auch Wandlitz und Werneuchen "grundfunktionale Schwerpunkte".