Die Kältewelle hat mit zweistelligen Minusgraden den Barnim eingefroren, doch im Bernauer Rathaus denken die Verantwortlichen schon wieder über heiße Sommertage nach. Die Hitzebelastung auf dem zugepflasterten Vorplatz am Bahnhof will die Stadt nun mit mehr Grün verringern. Das Projekt ist das erste im Strategiekonzept „Bernau.Pro.Klima“, mit dem die Stadt den Folgen des Klimawandels begegnen will. Das Rathaus hat am Montag zwei Varianten für die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes vorgestellt. Bis Mitte März können die Bernauer im Internet abstimmen.

Baumallee und Trinkwasserbrunnen

In der ersten Variante soll das Bahnhofsgebäude über eine Baumallee mit den neu geplanten Bushaltestellen und der Innenstadt von Bernau verbunden werden. Zusätzlich ist ein Trinkwasserbrunnen vorgesehen, der am Ende der Allee nahe der Breitscheidstraße geplant ist. Im Bereich des Aufzugs bis zum Treppenaufgang am Fahrrad-Parkhaus können sich die Stadtplaner eine berankte Pergola mit fünf Sitzbänken vorstellen. Zwischen Parkhauszufahrt und Pergola soll eine Wasserspielfläche mit Fontänen und vier Sitzbänken entstehen. „Diese kühlt die Umgebungsluft und schafft Erholungsraum“, erläutert die Stadtverwaltung.

Begrünte Dächer auf Bushaltestellen

Die Kurzzeitparkplätze erhalten Splittfugen, damit das Oberflächenwasser versickern kann. Die geplante Überdachung der neuen Bushaltestelle wird begrünt. Vorgesehen sind winterharte Gewächse, die pflegeleicht sind und flächig wachsen. Das Glasdach der großen Zentralhaltestelle erhält eine reflektierende Sonnenschutzfolie. Bei der Bepflanzung wird generell auf heimische, schnell wachsende, trockenresistente Arten, die sonnige Standorte bevorzugen, zurückgegriffen.

Viel Platz für Pflanzen in Variante 2

Bei der zweiten Variante soll viel Pflanzenfläche geschaffen werden. Im Bereich des Denkmals in Richtung Breitscheidstraße folgen vier reihig angeordnete Pflanzflächen und sparen den Platz des Denkmals aus. In derselben Flucht werden zwei weitere Pflanzflächen direkt vor dem Bahnhofsgebäude angeordnet. Zwischen den Pflanzflächen würde ein Gehstreifen bestehen bleiben, beschreibt die Stadtverwaltung ihren Vorschlag. Vor dem Treppenaufgang zum Bahnsteig und dem Aufzug sollen in einem großen Pflanzbereich jeweils zwei Rankkonstruktionen und zwei Bänke platziert werden. Ergänzend werden sechs Pflanzstreifen für die Berankungspflanzung eines Laubengangs angelegt.

Auch Alternative sieht einen Brunnen vor

Die Pflanzen mit dichtem Wuchs spenden im Sommer ausreichend Schatten. Unter dem Laubengang in Denkmalnähe werden vier Sitzbänke und unter dem Laubengang vor dem Bahnhofsgebäude eine Sitzbank platziert. Auch in dieser Variante ist die Aufstellung eines Trinkwasserbrunnens vorgesehen, der neben die Pflanzflächen nahe dem Denkmal platziert werden kann.
22 großkronige Bäume sollen die Hitzebelastung der Passanten im Sommer reduzieren. Bestehende Bäume bleiben teilweise erhalten und werden in die Pflanzflächen am Laubengang integriert. Es sind mehrstufige, etagenartige Bepflanzungen mit heimischen, sich dem Klimawandel anpassenden Arten vorgesehen. Bei der Bepflanzung wird generell auf heimische, schnell wachsende, trockenresistente Arten, die sonnige Standorte bevorzugen, zurückgegriffen.
Die Bernauerinnen und Bernauer können bis zum 15. März 2021 hier ihre Stimme abgegeben.
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