Infrastruktur
: Immer schön der Reihe nach

Die Brücke über die Dranse, die nach der Zerstörung gesperrt werden musste, und der behindertengerechte Ausbau von Bushaltestellen steht für 2019 in Panketal an.
Von
Andrea Linne
Panketal
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Holperpflaster: Auf der Hobrechtsfelder Dorfstraße rumpelt es mächtig. Das ruft immer wieder den Ärger der Anwohner hervor. Eine Sanierung der Straße dürfte über kurz oder lang anstehen.

Sergej Scheibe

Seit 2008 gibt es in der Gemeinde einen sogenannten Schiebeplan. Alle unbefestigten Straßen, die schlechter als mit Note 3 bewertet wurden, oder Problembereiche sollen so verkehrstüchtig bleiben. Die kommunalen Ausschüsse bewerten in dieser Woche die erfolgten Arbeiten im Jahr 2018 und planen voraus. Denn für die nötigen Schiebearbeiten bleiben nach Frost–Tau–Perioden nur vier Monate Zeit. Stark–Regenereignisse oder lange Trockenzeiten fließen ein.

In 35 Teil–Entwässerungs–Gebiete (TEG) teilt sich Panketal auf. Nur acht Straßen in unterschiedlichen TEGs wurden 2018 als so schlecht bewertet, dass dringender Handlungsbedarf besteht. 2007 waren es noch acht ganze Gebiete. Insgesamt flossen im Vorjahr 893 000 Euro in die Unterhaltung. Für 2019 sind im Haushaltsplan der Gemeinde 1,4 Millionen Euro angesetzt worden. 85 Kilometer lang ist das Netz in Zepernick, 40 in Schwanebeck. Aufgeteilt sind die Ortsverbindungen in 891 Straßenabschnitte.

Doch nicht nur um die Qualität der Befahrbarkeit geht es in der Konzeption, die aktuell diskutiert wird. So sei die Gefahrenabwehr, zuletzt auf Gehwegen in der Schadowstraße und Kastanienallee, zu bedenken. Wurzelschäden wie in der Schönerlinder Straße waren zu entfernen. Noch immer, so heißt es in der Auswertung, hängt ein Reparaturstau seit 1990 an. Bis zur Beendigung des Straßenausbauprogramms 2025 in Panketal werde es auch weitere dringende Aufgaben in diesem Bereich zu erledigen geben.

Um immer im Bilde zu sein und die Reihenfolge der abzuarbeitenden Aufträge festzulegen, führt die Gemeinde in Kooperation mit Ingenieurbüros Straßenschauen durch. So fielen auf der Hobrechtsfelder Dorfstraße erhebliche Fahrbahnschäden auf. Das historische Pflaster ist über kurz oder lang zu sanieren. Allerdings haben die Mitarbeiter der Fachfirmen auch nötige Wartungsarbeiten an Regenrückhaltebecken oder Gräben im Blick. 117 000 Quadratmeter Mulden und 29 625 Quadratmeter in Regenrückhaltebecken wurden so gepflegt. Gut 12 000 Bäume stehen in Panketal an Straßen und in Parks. Dass es immer weniger werden, führte im jüngsten Bauausschuss zu Diskussionen. 1100 Verkehrszeichen und 890 Straßenschilder stehen im Fokus der Ingenieure. Auf dem Lindenberger Weg wurden drei Fahrbahnein­engungen aufgestellt. Mehr als 40 Fahrgastunterstände werden gereinigt. 2019 sollen diese außerdem mit Blindenleitstreifen und Borden versehen werden. Eine neue haltestelle entsteht in der Zillertaler/Thuner Straße. Gut 30 Brücken sind zu sichten.

Auch in diesem Jahr stehen viele Arbeiten an. So sind fünf Prozent aller unbefestigten Straßen dringend zu unterhalten. Die befestigten Verbindungen werden ebenso begutachtet. Handlungsbedarf besteht demnach auf der Ahornallee, Heine– und Schillerstraße, die allesamt gepflastert sind. Aber auch die asphaltierte Zepernicker Straße ist in den Blick der Fachleute gerückt. Das Grundwasser schützende Sedimentationsanlagen sind in der Bahnhofstraße, Karower Straße und Edelweißstraße nachzurüsten. Der Neubau der zerstörten Brücke über die Dranse drängt, ebenso der Austausch aller Holzbrücken. An der Buchenallee und Hobrechtsfelder Dorfstraße sollen Anzeigetafeln Raser auf ihre Defizite hinweisen.