Ein bisschen still gelegen scheint es ja zu sein – das „Creatimus“ in Rüdnitz, das nur wenige Schritte vom Kreisverkehr an der Dorfstraße 1 nach Lobetal liegt. Derzeit wird diese Verbindungsstraße gerade saniert. Doch still ist es nicht.  Das Kinder- und Jugendhaus „Creatimus“ befindet sich im ehemaligen historischen Schulgebäude  im alten Ortskern von Rüdnitz. Das Haus mit langer Geschichte, in dem zuletzt ein Kindergarten untergebracht war, ist schon seit langem eine Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche der Gemeinde.

Beratung und Unterstützung

Seit 2012 befindet sich das Haus in Trägerschaft der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Gemeinsame Freizeitgestaltung, Projektarbeiten, Hausaufgabenhilfe sowie Beratung und Unterstützung gibt es hier vom Team des „Creatimus“. Dazu gehören Sozialarbeiterin Jessy Jordan, als Hausleitung, Mitarbeiter Julius Metzner, Anna-Lena Kießling, die ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, und Leonhard Vogt, der seit September als Bundesfreiwilligen-Dienst-Leistender mit dabei ist.
Ralf Klinghammer leitet das „Creatimus“, wie auch das „Kulti“, das Jugendkulturzentrum in Biesenthal. In den zurückliegenden Jahren wurde das Creatimus-Gebäude saniert. So wurden hervorragende Bedingungen auf zwei Etagen für ein Kinder- und Jugendhaus geschaffen. Von Montag bis Freitag ist das „Creatimus“ in der Zeit von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Der Wochenplan sieht unterschiedliche Angebote vor: Der Montag gilt als offener Tag, der Dienstag ist Spielen und Gaming vorbehalten, der Mittwoch läuft als Thementag, am Donnerstag sind kreative Angebote vorgesehen und freitags wird gekocht.

Neue Ecke im Dachgeschoss

Im Dachgeschoss ist während der Corona-Schließzeit eine schöne Chill-Lounge mit typischem Ostseeflair entstanden. „Hier können sich die Kids und Jugendlichen unterhalten und entspannen“, erzählt Jessy Jordan. In der Bastelwerkstatt daneben kann man sich beispielsweise in der Plakatgestaltung üben, Lichterketten basteln oder bei Ton- oder Gipsmodellage seine Kreativität ausleben. Auch Musikinstrumente können ausprobiert werden.  Im Erdgeschoss befindet ein Toberaum, der demnächst unter anderem an den Wänden noch weiter neu  gestaltet werden soll. Ebenso befindet sich dort eine große Küche, die nicht nur zum Kochen, sondern auch Klönen geeignet ist.
Seit Kurzem ist man stolz auf einen Geschirrspüler. „Eine Erleichterung für alle, da hier auch jeden Freitag gekocht oder gebacken wird“, freut sich Jessy Jordan. „Wir tauschen uns vorher mit allen aus, welche Wünsche es so gibt, und nach dem gemeinsamen Einkaufen wird dann alles gemeinsam  zubereitet.  Es wird geschnippelt, zwei stehen immer am Herd, der Tisch muss gedeckt werden. Wir haben zum Beispiel schon Kartoffelsuppe, Pizza, Salat mit Hähnchenkeulen oder Chicken-Curry mit Reis gekocht.“

Online als Überbrückung

„Während der Corona-Schließzeit hatten wir verschiedene Online-Angebote“, informiert Jessy Jordan. „So gab es zum Beispiel eine WhatsApp-Gruppe für alle, in der wir täglich bis zu 230 Nachrichten vorfanden. Sogar Briefe, wie sehr den Kids und Jugendlichen das „Creatimus“ fehlte, wurden geschrieben. Als wir Mitte Mai dann wieder öffnen durften, herrschte so großer Andrang, dass die Jugendlichen bis draußen auf die Straße anstanden.“

Harry Potter-Woche

Ansonsten steht im „Creatimus“ alle 14 Tage eine Themenwoche auf dem Programm. Aktuell steht das Thema Zucker auf dem Plan. Hier geht es in erster Linie um Ernährung, um Säfte, Energy-Drinks oder um Kochen ohne Zucker. Jessy Jordan erinnert sich, als „Harry Potter“ vor einiger Zeit Thema der Woche war: „Mutproben mussten bestanden, Aufgaben erfüllt werden und das Highlight war die Suche nach dem „Goldenen Snats“. Auch in den Sommerferien gab es verschiedene Angebote, unter anderem wurde in den Bernauer Kletterpark gefahren, Seife hergestellt, T-Shirts gebatikt oder Cocktails gemixt.

Garten als Wohlfühlort

Auch für die Herbstferien läuft das Programm weiter: Dazu gehören eine Fahrt ins Schwimmbad, Formen mit Salzteig werden hergestellt umd beim Kürbisfest ist Kürbisschnitzen angesagt.
Damit nicht genug. Der zum „Creatimus“ gehörende Garten ist ein beliebter Wohlfühlort. Hier muss noch viel gemacht, renoviert und neugestaltet werden. Eigentlich überflüssig zu erwähnen: „Natürlich achten wir alle auf die durch Covid-19 gebotenen Abstandsregeln“, fügt die Leiterin zum Abschluss der Führung hinzu.

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