Kostenfrage
: Kreisstraße wird erneut ausgeschrieben

Baubeginn für die Verbindung von Rüdnitz nach Lobetal könnte Anfang 2020 sein
Von
MOZ
Rüdnitz/Lobetal
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Soll erneuert werden: Die Straße von Rüdnitz nach Lobetal bekommt auch einen Geh- und Radweg.

Sergej Scheibe

Der Baubranche boomt. Diese Entwicklung kann für Auftraggeber bei der Ausschreibung deutliche Nachteile mit sich bringen. Gerade auch öffentliche Bauherren können davon ein Lied singen. Das gilt zum Beispiel auch für die Ortsverbindungsstraße von Rüdnitz nach Lobetal. Die Erneuerung der Straße durch den Landkreis Barnim — es handelt sich um eine Kreisstraße — steht seit Langem zur Debatte. Eine erste Ausschreibung im vergangenen Jahr erbrachte jedoch aus Sicht des Trägers nicht das erwartete Ergebnis. Sprich: Die Kosten für den Neubau lagen so hoch, dass der Auftrag nicht vergeben wurde. Gegenwärtig wird ein erneuter Anlauf vorbereitet.

Der Effekt ist nicht neu: Mit der rasant wachsenden Bautätigkeit in den vergangenen Jahren stiegen auch die Angebotspreise. Die Baufirmen sind ausgelastet. Wie in vielen Bau– und Ortsentwicklungsausschüssen diskutiert wird, steigen die Angebote besonders im Laufe des Jahres, wenn die Anbieter einer Bauleistung gut beschäftigt sind. Aus diesem Grund bemühen sich die Verwaltungen, Ausschreibungen und Bautätigkeiten möglichst früh im Jahr anzusetzen. Ein Beispiel ist der jüngst vergebene Ausbau der Rosalienstraße in Sophienstädt.

Nachdem die erste Ausschreibung für die Kreisstraße von Rüdnitz nach Lobetal aufgehoben wurde, wird nun ein erneuter Anlauf für die Vergabe unternommen. Die Vorbereitungen laufen, Ende März, Anfang April soll es so weit sein, wie Oliver Köhler, Sprecher der Barnimer Kreisverwaltung, sagt. Bis die Baufahrzeuge anrücken, wird es allerdings aufgrund der vorgegebenen Fristen noch eine Weile dauern. Sofern alles, wie geplant läuft, könnte der Zuschlag im Herbst erteilt werden. Unter dieser Voraussetzung könnten vorbereitende Maßnahmen für den Ausbau der Straße noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Der eigentliche Baubeginn wäre dann im Jahr 2020.

Der Bedarf für den Ausbau ist unstrittig. Im mittleren kurvenartigen Bereich der Straße noch innerhalb von Rüdnitz ist die Fahrbahn sehr eng. Die Fahrbahn der einen Kilometer langen Straße soll durchgängig sechs Meter breit werden. Erneuert wird bei Erhalt der Straßenbäume der Abschnitt direkt von der L 200, der Rüdnitzer Ortsdurchfahrt, bis zum Ortseingang von Lobetal. Ein Rad– und Gehweg soll einseitig angelegt werden.