Kultur
: „Die Guten sind über Jahre ausgebucht“

Am 21. Januar starten die Zepernicker Kabaretttage zum dritten Mal. In 15 Einzelveranstaltungen präsentieren sich Newcomer, aber auch Spezialisten der Szene. Organisator Bert Eulitz erzählt im Interview, warum er gern lacht.
Von
Andrea Linne
Panketal
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Lacht gern: Bert Eulitz in Zepernick

Sergej Scheibe

Ich hoffe doch sehr, dass es 2019 viel zu lachen gibt, das Jahr fing auf jeden Fall schon mal prima an. Die Zepernicker Kabarett–Tage starteten übrigens 2016 zum ersten Mal. Seit drei Jahren gibt es nun von Ende Januar bis Mitte März eine geballte Ladung politischen Kabaretts und fantastischer Comedy.

Was sind Ihre persönlichen Höhepunkte, und wofür gibt es überhaupt noch Tickets?

Höhepunkte möchte ich eigentlich gar nicht herausstellen. Alle Künstler sind Meister ihres Faches. Karten gibt es momentan noch für alle Veranstaltungen, lediglich Frank Lüdecke und Ingolf Lück, der die Kabarett–Tage am 21. Januar eröffnet, sind ausverkauft. Da die Location sehr intim ist und die Ticketspreise von  22 Euro pro Person erschwinglich sind, sollte man aber nicht zu lange warten. Der Onlineshop auf www.studio7panketal.de ist geöffnet.

Ich kenne mich in der Szene ziemlich gut aus. Ich selbst war seit 1987 aktiv in der Ostberliner Kabarett–Szene zugange, war 1988 Mitbegründer des Berliner Kabaretts Sündikat, gastierte bis 1993 in allen bekannten Kabarett–Theatern. Da konnte ich Dieter Hildebrandt, Urban Priol, Harald Schmidt, Horst Schroth und viele andere Größen persönlich treffen und mit denen auch zu arbeiten. Das kommt mir heute zugute. Künstler wie Frank Lüdecke, Reiner Kröhnert oder Arnulf Rating sind gute Freunde geworden. Außerdem bin ich auch immer auf der Suche nach Leuten, die was Neues, was Spezielles haben. Wie Erik Lehmann oder die Hengstmann Brüder. Comedian Markus Krebs, der heute Hallen füllt, spielte vor vier Jahren schon bei uns. Das Duo Lutz von Rosenberg–Lipinsky und Kerim Pamuk ist so Beispiel. Das Programm „Brüder im Geiste“, zu erleben am 8. Februar, bearbeitet den Kulturkampf Christentum/Islam. Politisches Kabarett vom Allerfeinsten. Und ja, es stimmt, ich lache viel und gern. Hält gesund.

Leider sind wenige Frauen unter den Künstlern, die nach Zepernick kommen. Gibt es zu wenige Kabarettistinnen in der Szene?

Ob es zu wenig sind, mag ich nicht zu beurteilen. Gute sind Jahre im Voraus ausgebucht. Mit Inka Meyer, die mit „der Teufel trägt Parka“ am 2. Februar bei mir gastiert, hat es nach zwei Jahren Warten endlich geklappt. Ilka Hein, sie ist im zweiten Leben Moderatorin beim MDR, spielt am 3. Februar mit Andreas Reimann ein fantastisches ABBA–Chanson–Special mit dem herrlichen Namen „Dancing Queen auf Nulldiät“. Bettina Prokert von „Weltkritik“ ist Allrounderin. Sie steht mit ihrem Duo– Partner Maxim Hofmann am 8. Februar bei uns auf der Bühne. 2020 eröffnet übrigens Christine Prayon, bekannt aus der „Heute–Show“, das steht heute schon fest.

Was macht dich im Alltag ganz besonders froh?

Viel. Zum Beispiel meine einmalige Familie, und die Gäste.