Ladeburger Dreieck
: Ladeburger Dreieck: Baustart noch in diesem Jahr

Stadt lässt sich die Mehrzweckhalle mit 2000 Besucherplätzen rund 18 Millionen Euro kosten.
Von
Sabine Rakitin
Bernau
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  • So könnte sie aussehen: die neue Mehrzweckhalle im Entwurf. Sie soll auf dem Ladeburger Dreieck ihren Standort an der Jahnstraße erhalten.

    So könnte sie aussehen: die neue Mehrzweckhalle im Entwurf. Sie soll auf dem Ladeburger Dreieck ihren Standort an der Jahnstraße erhalten.

    Stadt Bernau
  • Zurzeit als unbefestigter Parkplatz genutzt: das Ladeburger Dreieck zwischen Ladeburger Chaussee, Jahnstraße und Ladeburger Straße

    Zurzeit als unbefestigter Parkplatz genutzt: das Ladeburger Dreieck zwischen Ladeburger Chaussee, Jahnstraße und Ladeburger Straße

    Sergej Scheibe
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Die Dreifeld–Halle soll einerseits für den Schul– und Vereinssport genutzt werden. So hätten beispielsweise die Basketballer von Lok Bernau eine Heimstatt, und ihre Anhänger müssten sich bei den Heimspielen nicht mehr auf kleinem Raum drängen. Andererseits soll die Halle aber auch für größere kulturelle Veranstaltungen, Abibälle und ähnliches zur Verfügung stehen. Denn sowohl die Bernauer Stadthalle als auch das „Ofenhaus“ sind für größere Veranstaltungen nicht geeignet. Deshalb sind in der Mehrzweckhalle 2000 Besucherplätze vorgesehen. Außerdem bekommt sie eine Tiefgarage mit 100 Pkw–Stellplätzen. Letztere reichen bei dem geplanten Besucheraufkommen zwar nicht aus. Mit dem ebenfalls am Ladeburger Dreieck geplanten mehrstöckigen Parkhaus, das die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) errichten lassen wird, und das auch ein Untergeschoss bekommt, stünden insgesamt etwa 800 Pkw–Stellplätze zur Verfügung, rechnet Bürgermeister André Stahl vor. Das wären dann etwa doppelt so viele, wie es sie zurzeit auf dem unbefestigten Parkplatz am Krankenhaus gibt. Überhaupt: „Alle Baukörper auf dem Ladeburger Dreieck werden ein Untergeschoss zum Parken haben“, sagt Jürgen Jankowiak, der Baudezernent der Stadt. Die Wobau baut nämlich noch ein Gebäude, indem sich Büros, in erste Linie aber auch Seminarräume für die Medizinische Hochschule Neuruppin befinden sollen. Deren Studenten, so ist es geplant, werden dann auch am Immanuel Klinikum Bernau ausgebildet.

Zwei Projekte entstehen parallel

Ende März, so sagt Dezernent Jankowiak, will die Stadt den Bauantrag für die Mehrzweckhalle einreichen. Er rechnet mit fünf bis sechs Monaten Bearbeitungszeit durch das Bauordnungsamt des Landkreises. Parallel dazu läuft der Prozess der Bauleitplanung für die rund 2,8 Hektar große Fläche zwischen Ladeburger Chaussee, Jahnstraße und Ladeburger Straße. „Wenn alles klappt, dann erhalten wir die Baugenehmigung für die Halle Ende August/Anfang September. Bis dahin dürfte auch der Bebauungsplan ‚Ladeburger Dreieck’ Rechtskraft erlangt haben“, sagt Jürgen Jankowiak. Damit könnten die Ausführungsplanung und die Ausschreibungen sofort folgen. „Wir hoffen, dass wir im IV. Quartal dieses Jahres mit dem Bau beginnen können.“

Die von Bürgermeister Stahl veranschlagte Bauzeit von 18 Monaten nennt Jankowiak „sehr ambitioniert“. Er rechnet eher mit einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren, ehe die neue Mehrzweckhalle eröffnet werden kann. „Auf jeden Fall aber werden zwei Bauvorhaben parallel entstehen“, kündigt er an: „die Mehrzweckhalle und das Parkhaus“.