Leichtathletik: Volle Läufer-Power trotz Affenhitze
Die Eberswalderin erlebte wie über 600 andere Läufer am Wochenende die Premiere der neu gestalteten „24 Stunden von Bernau“ im Bernauer Stadtpark mit. Der Veranstalter, die Bernauer Lauffreunde, hatte das Konzept geändert. Die 24-Stunden-Einzelläufer und -Staffeln gingen nicht mehr an den Start. „Natürlich gibt es auch viele, die bereuen, dass es diese Möglichkeit nicht mehr gibt, aber man muss als Veranstalter eben auch sehen, was man abdecken kann und was nicht“, erklärt Veranstalter Frank Göritz. „Wir hätten diese Entscheidung allerdings auch nicht getroffen, wenn wir nicht auch einen Rückgang der Starterzahlen in dieser Disziplin gehabt hätten.“
Anfangshype ist verflogen
Es sei für viele Teams einfach immer schwerer geworden, so viele Teilnehmer zu finden, dass man vor allem die Nachtstunden abdecken konnte. „Anfangs gab es da einen Hype, alle wollten mitmachen, aber das hat dann irgendwann nachgelassen. Als Veranstalter muss man dann reagieren.“
Start mit Stadtmauerlauf
Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Gestartet wurde am Freitag mit dem Bernauer Stadtmauerlauf. Der Schönower Christopher Barck konnte sich über die 8,2 Kilometer in 30:22 Minuten durchsetzen. Schnellste Frau war Andrea Kuhlmey von den Bernauer Lauffreunden (39:06 min.).
Um 7 Uhr am Sonnabend fiel der Startschuss für die 12-Stunden-Läufe. Hier ging unter anderem die Montessorischule Niederbarnim mit einem Zehner-Team an den Start. Geübt hatten sie alle vorher nicht. „Wir sind keine Läufer, haben das aus dem Nichts gemacht“, berichtet Robert Pittorf, der gemeinsam mit seinen Mitstreitern am Abend die Urkunden und Medaillen für den zweiten Platz entgegen nehmen konnte. „Dafür tut mir jetzt aber auch alle weh“, gestand ein Teamkollege lachend.
Um 13 Uhr war der Start für die Sechs-Stunden-Wettbewerbe. Richtig voll wurde es am Nachmittag um 16 Uhr, als auch die Drei-Stunden-Läufer auf die Strecke gingen.
Ein ganz besonderes Erlebnis sind immer die Staffel-Wettkämpfe. Hier sind auch die Kleinsten mit Feuereifer dabei und flitzen über die schöne Runde durch den Stadtpark, die zum Glück zu 80 Prozent im Schatten lag. Auch ein Sprenger stand bereit, der den Läufern eine willkommende kalte Dusche verpasste.
Keine besondere Taktik
Einzelläuferin Nancy Sägebarth konnte sich am Ende über den ersten Platz in ihrer Altersklasse freuen. „Es war schon ganz schön warm. Zwischendurch war mein Kreislauf auch richtig im Keller, so dass ich ein bisschen gehen musste. Von daher bin ich schon stolz auf meine 50 Kilometer, auch wenn ich meine Leistung aus dem Vorjahr leider nicht toppen konnte.“
Auch der Eberswalder Roy Fischer wagte sich an die Sechs-Stunden. Drei- bis viermal pro Woche läuft er zwischen 10 und 30 Kilometer. „Für mich ist das eine Probe für den Marathon. Ich will rauskriegen, ob ich durchkomme. Ich habe mir eine Pace von sechs Minuten pro Kilometer vorgenommen.“ Die konnte er nicht ganz durchhalten, dennoch siegte auch er mit 53 Kilometern in seiner Altersklasse. Der Marathon kann kommen.
Ergebnisse der Gesamtsieger
3-Stunden Einzellauf: Frauen: 1. Angelina Maaß, 2. Sandra Kuetter, 3. Maren Kutschera, Männer: 1. Kristof Sarosi, 2. Tilman Hertz, 3. Georg Jannke,
6-Stunden-Einzellauf: Frauen: 1. Sandra Kötzle, 2. Marita Wahl, 3. Sandra Schunke-Bleiß, Männer: 1. Stefan Kühlberg, 2. Gyula Sarosi, 3. Klaus Hoffmann
12-Stunden-Einzellauf: Frauen: 1. Janina Rauhut, 2. Dana Rauhut, 3. Silke Stutzke, Männer: 1. Mike Hausdorf, 2. Olly Klein, 3. Andreas Urbaniak
6-Stunden-Staffel (2-4 Läufer): Frauen: Sporttreff Karower Dachse, Männer: 1. Reifen Thaute, 2. Sporttreff Karower dachse, 3. Team Risto, Mixed: 1. Rund and Bike Bernau, 2. Just for Fun, 3. Jokeritter
6-Stunden-Maxistaffel: 1. Bernauer Lauffreunde Kinderbereich, 2. Grundschule Schönow, 3. Grundschule an der Hasenheide
12-Stunden-Staffel (5-10 Läufer): Männer: 1. Team Powerhunde, 2. Montessorischule Niederbarnim, 3. Kraftstofffamilie, Mixed: 1. Bernauer Lauf-Probe, 2. Allegro
12-Stunden-Maxistaffel: 1. Let’s go, 2. Praetorius-Team, 3. Montessorischule



