Mordfall: Noch kein Tatverdächtiger in Bernau im Visier

Tatort Bernau: Am 23. April ist in der Panke nahe der Schwanebecker Chaussee eine Frauenleiche von Passanten entdeckt worden. Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar.
Diday MediaBeides deutet daraufhin, dass es für die Mordkommission in Eberswalde ein schwieriger Fall werden dürfte. Sie hat inzwischen die weiterführenden Ermittlungen übernommen. Es werde in alle Richtungen ermittelt, heißt es. Genauso wie auch schon vor drei Wochen.
Unstrittig ist bislang, dass die Polizei von einem Tötungsdelikt ausgeht. Zu Details, wie genau die Frau gestorben ist, gibt es offiziell keine Angaben. In Polizeikreisen heißt es, das Opfer sei erdrosselt worden. Das soll auch die Obduktion ergeben haben, hatte die „Bild–Zeitung“ berichtet. Die Staatsanwaltschaft will das nicht kommentieren. „Zum Ergebnis der durchgeführten Obduktion können zum jetzigen Zeitpunkt aus Gründen der Sicherung des Ermittlungsverfahrens keine näheren Angaben gemacht werden“, heißt es. Der Leichnam der Frau war am Morgen des 23. April, kurz vor 7 Uhr, von Passanten in der Panke entdeckt worden, nur unweit der Schwanebecker Chaussee. Direkt neben dem Fluss verläuft an dieser Stelle der Fernradweg Berlin–Usedom.
Laut Aussage des Ex–Mannes soll die Verstorbene sich am Abend zuvor entlang des Radweges aufgehalten haben. Beide hätten zusammen einen Film geschaut, hatte er gegenüber der Zeitung „Bild“ erklärt. Im Anschluss habe er seine Ex–Frau gegen 20 Uhr zu einer Freundin bringen wollen, wo sie seit Kurzem lebte. Beide hätten sich erst im März getrennt, da seine Ex–Frau einen neuen Freund gehabt haben soll.
Ein Stück will er sie noch entlang des Radweges begleitet haben, den Rest habe sie dann allein gehen wollen, sagte er. Was danach, ab etwa 20.30 Uhr passierte, ist bislang unklar und zentraler Gegenstand der Ermittlungen der Mordkommission.
In Begleitung unterwegs?
Kurz nach dem Fund der Leiche am Morgen des 23. April, als die Identität der Frau noch unklar war, hatte die Polizei einen Zeugenaufruf gestartet. Das Opfer sei Brillenträgerin, schlank, dunkelbraunes Haar, etwa 1,65 Meter groß. Sie könnte am Abend vom 22. April auf den 23. April allein oder in Begleitung unterwegs gewesen sein, hieß es.
Drei Tage nach dem Aufruf hatte die Polizei sechs Hinweise bekommen. Ob dazu auch Hinweise auf einen möglichen Täter zählen, ist nicht bekannt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen aber bereits erste Zeugenbefragungen stattgefunden haben. Zu deren Inhalt will sie jedoch keine näheren Angaben machen.
