Nach Restaurierung
: Es darf in Tuchen wieder geheiratet werden

Der Verein der Fachwerkkirche Tuchen hat nach erfolgreicher Restaurierung das Gebäude wieder zur Benutzung freigegeben.
Von
MOZ
Tuchen-Klobbicke
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Trauung möglich: In der Fachwerkkirche kann stilvoll geheiratet werden.

Sergej Scheibe

Er brachte auch zum Ausdruck, dass es keine Selbstverständlichkeit gewesen sei, die finanziellen Mittel für die Restaurierung zu bekommen. Schiele dankte ausdrücklich "Altbürgermeister“ Peter Schmidt für dessen Einsatz. Auch Bürgermeister Dietmar Schmidt wandte sich an die anwesenden Gäste. Es dürfe wieder in der Kirche geheiratet werden.

Anschließend hängte Jörg Schiele eine Zeichnung der Fachwerkkirche, die von der Melchowerin Heike Bayer angefertigt worden war, auf und klopfte symbolisch an die Wand. Mit einem Becher Wein, Sekt, Bier oder Wasser wurde dann auf das noch lange Bestehen der Kirche angestoßen.

Die zahlreichen Besucher staunten anschließend nicht schlecht, als nach der offiziellen „Einweihung“ des Gebäudes das Vereinsmitglied und Gemeindechronistin Karin Baron das Wort ergriff. Sie erzählte die Geschichte des im ewigen Eis in Kanada im Grab sitzenden Arthur Haack bereits zu wiederholten Mal und lobte die Kontakte zu den Archiven in Kanada und den USA. Danach wurde ein Film über die Inuit aus den Jahren 1914/15 gezeigt, es war der erste Dokumentarstreifen des Landes überhaupt.

Eine kleine Ausstellung zum Leben und Sterben von Arthur Haack konnten die Besucher ebenfalls besichtigen. Zwei Jugendliche, Fritzi Schulze und Sarah Behrendt, besprachen anschließend den Stummfilm „The Land of the Midnight Sun“. Als musikalische Umrahmung der Veranstaltung lief originale Inuit–Musik. "Es ist schwer vorstellbar, wie die Inuit vor mehr als 100 Jahren gelebt haben“, so Gemeindechronistin Karin Baron. Keine Regierung machte es ihnen leicht. Der Stummfilm habe die Zuschauer gefesselt.