Er ist ein beliebter Ort für Erholung, Naturgenuss und Freizeit. Er dient aber auch der Trinkwasserversorgung und der Holzgewinnung. Er sorgt für ein gesundes Klima und stellt vor allem für viele Tiere den unmittelbaren Lebensraum dar. Der Wald ist unverzichtbar und dennoch ganz selbstverständlich geworden. Das Biesenthaler Stadtwaldgebiet erstreckt sich über die stattliche Fläche von insgesamt rund 1300 Hektar. Im Rahmen eines rund einjährigen Beteiligungsprozesses, in den Bürger ebenso einbezogen sind wie Experten und Entscheidungsträger, wird festgelegt, wie dieser Wald zukünftig genutzt, geschützt und gestaltet werden soll. Gegenwärtig wird der „Bürger:innenrat Biesenthaler Stadtwald“ gebildet. Wer in dem Gremium mitarbeiten will – im Wesentlichen bedeutet das die Teilnahme an drei aufeinander aufbauenden Hauptveranstaltungen im Mai und November 2021 sowie im Februar 2022 – kann sich dafür bis Freitag, 9. April, bewerben.

Waldnatur zieht Bevölkerung an

An dem gesamten Waldprojekt wirken im Auftrag der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung das Mercator-Forschungsinstitut in Berlin, die Hochschule für nachhalttige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und der ehrenamtliche Verein Civilog, der sich für die Bürgerbeteiligung engagiert, mit.
„Biesenthal identifiziert sich stark mit seiner Waldnatur“, sagt Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) und wirbt für die Bürgermitwirkung. „Das Verfahren bietet allen die Möglichkeit, in die politische Entscheidungsfindung eingebunden zu werden.“

Trockenheit setzt Wald zu

Wie wichtig das Vorhaben für den Biesenthaler Wald ist, haben die vergangenen Jahre gezeigt. Die Trockenheit hat dem Stadtwald zugesetzt. 2018 und 2019 wurden aufgrund der ausgebliebenen Niederschläge und der damit verbundenen geringen Anwachschancen keine Nachpflanzungen vorgenommen. Dabei wäre eine Erweiterung der Baumarten dringend geboten. Kiefern machen fast 90 Prozent des Biesentaler Stadtwaldes aus.
In dem Bürger:innenrat Biesenthaler Stadtwald soll bis Anfang des Jahres 2022 schrittweise über die Zukunft des Stadtwaldes beraten werden. Die Ergebnisse sind als Entscheidungsgrundlage für die Stadtverordnetenversammlung gedacht.

Drei Hauptveranstaltungen

Die drei Hauptveranstaltungen – für die Teilnahme werden keine besonderen Kenntnisse oder Vorwissen benötigt – befassen sich mit folgenden Fragen und Themen:
29. Mai 2021: Was ist Ihnen wichtig für den Wald? Wo sehen Sie Herausforderungen, was soll erreicht werden für und mit dem Wald?
5. und 6. November 2021: Unterschiedliche Ideen für den Stadtwald werden gemeinsam bewertet.
19. Februar 2022: Vertiefte Beratung über Handlungsmöglichkeiten, die dann am 19. März bei einem „Gemeindegipfel“ direkt mit der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden können.
Jeder, der einen Wohnsitz in Biesenthal hat, ist eingeladen, sich an dem Prozess zu beteiligen, unabhängig vom Alter, der Ausbildung oder Tätigkeit. Die Veranstaltungen finden in der Mensa der Grundschule am Pfefferberg statt.

Bunte Mischung der Teilnehmer ist gefragt

Wer Interesse an der Teilnahme an allen drei Veranstaltungen hat, kann sich bis zum 9. April im Internet unter www.civilog.de/waldbrandenburg/teilnehmen anmelden. Außerdem wurden Rückmeldebögen per Briefeinwurf verteilt und können zurückgeschickt werden. Anschließend werden 16 Bewerber ausgelost, wobei auf eine große Vielfalt zum Beispiel im Hinblick auf das Alter oder den Bildungsstand geachtet wird. Bei Bedarf wird während der mehrstündigen Veranstaltungen eine Kinderbetreuung kostenfrei bereitgestellt. Die Anmeldung bedeutet also noch nicht automatisch eine Teilnahme.
Weitere Fragen werden jeweils dienstags und donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr telefonisch unter 030 3385537370 oder per E-Mail an teilnehmen@civilog.de beantwortet. Fragen beantworten auch die Mitglieder des Steuerkreises, dem Bürgermeister Carsten Bruch und die Stadtverordneten Lena Bonsiepen, Uwe Bruchmann, Detlef Klix, Andreas Krone, Jörg Volkmann und Hartmut Zerbe angehören.