Parkplatzsuche
: Brisanz durch neues Wohngebiet

Die Parksituation rund um Pfingstberg und Elbestraße könnte sich verschärfen. Es entsteht ab Mitte des Jahres ein neues Wohngebiet mit 120 Wohneinheiten.
Von
Andrea Linne
Panketal
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Neue Häuser: Die Fläche zwischen Pfingstberg und Elbestraße wird mit 120 Wohnungen bebaut.

Sergej Scheibe

Gartenstadt Am Pfingstberg heißt ein Wohngebiet, das in den vergangenen Jahren entlang der Elbestraße in die Höhe gewachsen ist. Nun soll  die letzte Brache neben dem Freien Gymnasium mit 120 Wohneinheiten bebaut werden. Architekt Marek Mersmeyer vom Büro Stadtvision stellte für den Investor, eine Immobilienentwicklungsfirma aus Berlin, die Ideen nun im jüngsten Ortsentwicklungsausschuss vor.

Von extensiver Dachbegrünung auf tausend Quadratmetern war die Rede. Ein– bis Fünf–Zimmer–Wohnungen sollen in verschiedenen Bauabschnitten entstehen. Die Kubatur der Häuser sei modern und den Gegebenheiten angepasst. Denn die zuletzt von anderen Bauträgern angefahrenen Erdberge auf dem Areal zur Neckarstraße hin sollen in die Planungen einbezogen werden. „Wir arbeiten mit der Topografie“, so Mersmeyer.

In verschiedenen Bauabschnitten, beginnend noch in diesem Jahr, werde dann die Fläche auf dem Gebiet des Bebauungsplan Nummer 24 P „Oderstraße/Neckarstraße“ bebaut. Rechtskraft habe der Plan bereits seit Dezember 2017, teilte die Verwaltung mit. Allerdings sei ein Wechsel des Erbbaurechtsnehmers erfolgt. Eigentümerin ist die Kirchengemeinde.

Neben den Wohngebäuden, die zwei bis vier Geschosse umfassen und mit über die Fassade versetzte Balkons ausgestattet sind, ist auch ein Regenrückhaltebecken geplant. Begonnen wird an der Elbestraße mit den Neubauten. Hier sollen zunächst 20 Eigentumswohnungen errichtet werden. Dort, wo es laut ist, betonte der Architekt, sei die Fassade recht verschlossen. Die Balkone und Wohnungen würden nach Süden ausgerichtet.

Zunächst ist für jede Wohnung nur ein Stellplatz vorgesehen. Damit entspricht der Investor der noch gültigen Stellplatzsatzung Panketals, die sich aber gerade ändert. So kritisierte Olaf Petrasch (CDU), dass schon jetzt davon auszugehen sei, das mit zwei Fahrzeugen je Familie zu rechnen ist. „Wo sollen die alle parken?“, fragte das Bauausschuss–Mitglied. Schließlich sei die Situation rund um den Pfingstberg schon jetzt kritisch zu beurteilen. „Ich sehe da große Probleme auf die neuen Bewohner zukommen“, sagte Petrasch. Christian Herrmann, die für die Fraktion Freie Wähler/Unabhängige/Grüne in dem Gremium mitarbeitet, fand das Ganze aber „frisch und modern“. Die gültige Satzung werde eingehalten.

Interessant dürften die Wohnungen in dem neuen Gebiet auch für Senioren sein, die ihre Häuser nicht mehr bewirtschaften können und einen Verkauf überlegen. Denn alle Gebäude sollen mit Fahrstühlen ausgestattet werden, betonte Mersmeyer. Die Pfingstberg–Gestaltung werde damit vervollständigt.