Rehabilitation: Hoffnungstaler Stiftung zieht sich aus Strausberg zurück

Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal hat sich aus dem Projekt familienorientierte Rehabilitationsklinik zurückgezogen. (Symbolbild)
dpaSämtliche Planverfahren im Zusammenhang mit dem Klinikbau, den die Hoffnungstaler Stiftung nach Fertigstellung übernehmen und als Rehaeinrichtung für kranke Kinder und deren Familien betreiben wollte, seien in der vergangenen Woche eingestellt worden, heißt es aus Lobetal. Nach Informationen dieser Zeitung soll es zwischen der Hoffnungstaler Stiftung und der Peter–und–Ingeborg–Fritz–Stiftung schwere Auseinandersetzungen um die Finanzierung des Vorhabens gegeben haben. Wie verlautete, soll es dabei um zusätzliche Kosten von vier Millionen Euro gehen, deren Übernahme Peter Fritz von der Hoffnungstaler Stiftung gefordert hatte.
Dabei war für Montag ein Besuch der Aufsichtsräte der Bodelschwinghschen Stiftung Bethel in Strausberg geplant. Das Mutterhaus der Hoffnungstaler Stiftung hatte zuvor signalisiert, sich mit bis zu neun Millionen Euro an dem Projekt zu beteiligen. Als nun die weitere finanzielle Forderung der Fritz–Stiftung kam, sollen die Lobetaler dankend abgesagt haben.
Die Aufsichtsräte aus Bielefeld wollten sich in Strausberg über den Baufortschritt informieren und auch einen Termin bei Bürgermeisterin Elke Stadler wahrnehmen. Dieser geplante Besuch wurde am vergangenen Donnerstag abgesagt.
Auch die Kindernachsorgeklinik in der Bernauer Waldsiedlung sah sich im vergangenen Jahr finanziellen Forderungen der Peter–und–Ingeborg–Fritz–Stiftung gegenüber, die sie nicht erfüllen konnte. Sie musste Insolvenz anmelden. Damit war die dringend benötigte Versorgungsstruktur für familienorientierte Nachsorge in den neuen Bundesländern weggebrochen.
