S-Bahn in Bernau und Ahrensfelde
: Bilanz für S2 und S7 – so unpünktlich sind die Züge

Die S2 und die S7 – die S-Bahn-Linien, die von und nach Bernau und Ahrensfelde fahren – haben ein Problem mit der Pünktlichkeit. Ein Blick auf die Zahlen.
Von
Conradin Walenciak
Bernau, Ahrensfelde
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In der S-Bahn nach Ahrensfelde ist ein Mann bewusstlos geschlagen worden. Er wurde in Ahrensfelde blutend und bewusstlos auf dem Bahnsteig gefunden (Symbolfoto).

PRODUKTION - 14.11.2022, Berlin: Eine Frau schiebt ihr Fahrrad über ein Bahnsteig am Hauptbahnhof, während im Hintergrund eine S-Bahn der Linie S7 nach Ahrensfelde in den Bahnhof einfährt. Am 16. November 2022 stellt das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene zusammen mit dem Bundesverband Zukunft Fahrrad bei einer Pressekonferenzen ihre Ideen zur besseren Vernetzung von Fahrrad und Zug. Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Immer wieder unpünktlich: Die Züge der S-Bahn-Linie S7, die von und nach Ahrensfelde fährt, verspäten sich regelmäßig. Auch die Linie S2 von und nach Bernau hat Verbesserungspotenzial.

Monika Skolimowska/dpa
  • S-Bahn-Linien S2 und S7 zwischen Bernau und Ahrensfelde sind oft unpünktlich.
  • 2024 belegte S2 den vorletzten Platz, S7 den 13. Platz bei Pünktlichkeit.
  • S2 hatte 91,9%, S7 93,2% pünktliche Züge; S25 war schlechter mit 90,9%.
  • Zuverlässigkeit: S2 erreichte 92,5%, S7 92,4%; S85 lag mit 83,6% zurück.
  • Pendler müssen weiterhin mit Unregelmäßigkeiten rechnen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer mit der S-Bahn von Ahrensfelde oder Bernau nach Berlin fahren will – oder umgekehrt –, braucht mitunter starke Nerven. Immer wieder kommt es zu Verspätungen, die gerade in den Morgen- und Abendstunden für volle Züge sorgen. Blickt man auf das vergangene Jahr zurück, wird deutlich, dass die S2 von und nach Bernau sowie die S7 von und nach Ahrensfelde, was die Pünktlichkeit betrifft, besonderen Nachholbedarf haben.

Einmal im Monat veröffentlicht das Qualitätsmanagement des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) die Zahlen zur Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der S-Bahnen in Berlin. Als pünktlich gelten dabei alle Züge, die nicht mehr als vier Minuten zu spät am jeweiligen Bahnhof ankommen.

S2 und S7 schneiden in der Jahresbilanz schlecht ab

Bei der Zuverlässigkeit geht es um die tatsächlich erbrachte Betriebsleistung. Falls Züge also ungeplant ausgefallen sind (egal ob komplett oder nur auf einem Abschnitt der Linie), macht sich das negativ in dieser Statistik bemerkbar. Geplante Streckensperrungen oder Zugausfälle werden dagegen nicht berücksichtigt.

Inzwischen ist die Jahresbilanz 2024 öffentlich einsehbar. Diese wirft kein gutes Licht auf die beiden Linien, die im Barnim verkehren – die S7 mit dem Start- und Endbahnhof Ahrensfelde, sowie die S2 mit Halten in Panketal (Zepernick und Röntgental) und Bernau (Bernau und Friedenstal).

S2 belegt bei der Pünktlichkeit den vorletzten Platz

16 S-Bahn-Linien sind in und um Berlin unterwegs. Die allermeisten von diesen sind pünktlicher als die S7 und die S2. Mit einer Quote von 93,2 Prozent pünktlichen Zügen belegt die S7 im Bereich Pünktlichkeit den 13. Platz, die S2 ist in dieser Statistik mit 91,9 Prozent Vorletzte. Lediglich die Züge der S25, die zwischen Teltow Stadt und Hennigsdorf verkehrt, kamen 2024 noch unpünktlicher (90,9 Prozent). Den positiven Spitzenplatz belegt die S45 (Flughafen BER – Südkreuz): 97,1 Prozent der Züge kamen pünktlich – beziehungsweise maximal 3:59 Minuten zu spät.

Ein etwas erfreulicheres Bild geben die beiden „Barnimer“ S-Bahn-Linien immerhin im Bereich der Zuverlässigkeit ab: Mit Werten von 92,5 Prozent (S2) und 92,4 Prozent (S7) belegen sie die Plätze sieben und acht im Vergleich mit allen S-Bahn-Linien. Schlusslicht ist in dieser Hinsicht die S85 (Grünau – Frohnau/Pankow) – nur 83,6 Prozent aller Bahnen fuhren wie geplant vom Start- bis zum Endbahnhof. Spitzenreiter ist die S46 (Königs Wusterhausen – Westend) mit 97,3 Prozent.

Unzuverlässiger S-Bahn-Verkehr für Pendler im Barnim

Der Start ins neue Jahr – also in 2025 – ist sowohl der S7 als auch der S2 im Übrigen nicht besonders gut geglückt: In Sachen Pünktlichkeit knüpfen sie nahtlos an ihre Leistungen aus dem Vorjahr an: die S7 mit Rang zwölf im Januar (93,3 Prozent pünktliche Züge) und Rang 15 im Februar (91,5 Prozent), die S2 mit Platz 14 im Januar (92,4 Prozent) und Platz 13 im Februar (91,8 Prozent). Es sieht so aus, als müssten sich Pendler und alle anderen Bahnfahrer aus Ahrensfelde, Bernau und Panketal auch weiterhin auf Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf einstellen.

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