Schulalltag: Abwechslungsreicher Schulalltag

Heimwerker: Beim Tag der offenen Tür in der Conrad-Roentgen-Gesamtschule Panketal zeigen Bastian Pieczynski und Jörg Eickelmann die Arbeit am Vogelhaus.
Lukas GrybowskiViele Schüler und Eltern müssen sich in den kommenden Tagen entscheiden, welche weiterführende Schule die richtige ist. Die Gesamtschule Zepernick bietet dabei als einzige Gesamtschule im Niederbarnim das Abitur nach 13 Schuljahren an.
Im Foyer der Zepernicker Wilhelm–Conrad–Röntgen Gesamtschule empfängt Jennette Friedrich vom Förderverein beim Tag der offenen Tür die potenziellen neuen Schüler und Eltern mit einem Lächeln. An ihrem Stand können T–Shirts und Pullover mit dem aufgedruckten Schulmotiv gekauft werden. „Die Schüler haben das angeleiert und sich die Motive überlegt. Die Pullover sind im Alltag sehr beliebt, und die T–Shirts im Sportunterricht. Insgesamt stärkt es auch den Zusammenhalt der Schule“, findet sie.
Zukünftig könnte auch Paul Geduhn die Shirts und Pullover der Gesamtschule tragen. Momentan besucht er noch die Grundschule Zepernick, doch im Sommer steht für ihn der Schulwechsel an. „Die Schule muss gut aussehen, und die Lehrer müssen nett sein“, nennt er seine Kriterien. „Wichtig ist, dass es ihm gefällt. Wir wollen ihm da nicht groß reinreden“, fügt seine Mutter Nancy hinzu. Dass zumindest eines von Pauls Kriterien erfüllt werden kann, kann die Neuntklässlerin Lilly Martens bestätigen. „Die Lehrer sind nett, und der Unterricht wird immer sehr kreativ und abwechslungsreich gestaltet.“
Zurzeit besuchen zirka 700 Schüler die Gesamtschule Panketal und werden von 60 Lehrern unterrichtet. Fast alle Jahrgänge sind dabei vierzügig, nur die neunte Klasse ist momentan sogar fünfzügig. Ein Lehrer, der schon seit 1988 an der Gesamtschule tätig ist, ist Jörg Eickelmann. Er unterrichtet die Schüler im Fach WAT (Wirtschaft–Arbeit–Technik). Zudem leitet Eickelmann die schuleigene Firma „Holzwürmer Zepernick“. Die verfeinern und entwickeln im WAT–Unterricht erstellte Gegenstände weiter und verkaufen sie auch. „Ich denke, die Durchgängigkeit von der siebten bis zur 13. Klasse und die vielen AG´s sind große Pluspunkte“, hebt der 57–jährige Lehrer hervor.
Mittelstufenkoordinatorin Ulrike Otto bekräftigt dieses Alleinstellungsmerkmal. „Wenn man sich im Laufe der Jahre kontinuierlich verbessert und merkt, dass man doch das Abitur machen möchte, kann man das ablegen. Daher haben wir auch einige Schüler, die von etwas weiterweg kommen.“ Besonders in der Abiturstufe würden sich die Schüler nochmal wie Grundschüler fühlen, wenn sie sich entscheiden, ab der 11. Klasse den Russischkurs bei Katharina Hosinski zu besuchen. „Wenn die Großen das kyrillische Alphabet lernen, fühlen sie sich wie in der ersten Klasse“, erzählt die Muttersprachlerin. Zwar läge Spanisch bei den Schülern im Trend, doch etwa 15 Schüler belegten auch Russisch. „So wenige Schüler sind von Vorteil, da eine angenehme Atmosphäre herrscht und alle gut mitmachen“, so die Russischlehrerin.