Stadtbibliothek: Das Hobby zum Beruf gemacht

Im Gespräch in der Bibliothek: Annegret Fritz (r.) mit ihrer Kollegin Marion Puhlfürß
Pressestelle Stadt BernauSie gehört zu den Glücklichen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten: Annegret Fritz. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist Lesen. Und das schon von Kindheit an. Daher war es nicht verwunderlich, dass sie Bibliothekarin werden wollte. Studiert hat die heute 42–Jährige an der Fachhochschule für das öffentliche Bibliothekswesen in Bonn, anschließend 15 Jahre als Kinder– und Jugendbibliothekarin in Düsseldorf und Hannover gearbeitet. Der Liebe wegen ist sie dann in die Uckermark gezogen.
Als im vergangenen Jahr in Bernau die Stelle der Bibliotheksleiterin ausgeschrieben wurde, hat sich Annegret Fritz bei der Stadtverwaltung beworben. Mit Erfolg. Seit August leitet sie als Nachfolgerin von Ilona Ebert die Bibliothek auf dem Kulturhof in der Breitscheidstraße. „Sie ist kompetent, hat eine angenehme Umgangsart und Ideen“, lobt ihre Kollegin Ute Schindler.
Annegret Fritz ist längst im Team und in Bernau angekommen, arbeitet gern hier. „Die Bernauer sind freundlich“, so ihre Erfahrung. Und sie lesen viel. Immerhin 9100 Kundinnen und Kunden haben im vergangenen Jahr Medien in der Bibliothek entliehen, die knappe Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Etwa eine Viertelmillion Ausleihen erfolgen pro Jahr. Besonders gefragt sind Kinder– und Hörbücher, DVDs und Konsolenspiele. Dazu kommen viele Veranstaltungen wie das beliebte Bernauer Schäfer–Stündchen, Bilderbuchkino und Klassenführungen. Das Bibliotheksteam, zu dem auch sieben Auszubildende gehören, hat gut zu tun.
„Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich“, so die Leiterin. Auch die Auswahl und der Einkauf von Büchern gehören dazu. Sie selbst kümmert sich um Belletristik und Jugendromane. Ohne Literatur kommt sie auch in der Freizeit nicht aus. „Drei bis vier Bücher lese ich jeden Monat“, so die gebürtige Mittweidaerin. Auf ihrer täglichen Bahnfahrt ist sie derzeit in den Psychothriller „Die andere Frau“ vertieft.