Straßenbau in Panketal: Plädoyer für sicheren Radweg bis zum Klinikum Buch

Kein Platz für Radfahrer: Kurz vor der Autobahnbrücke zwischen Schwanebeck und Lindenberg wird es eng.
Wolfgang RakitinFür den Ausbau des Lindenberger Wegs in Schwanebeck mit einem separaten Radweg hat sich der Panketaler Ortsentwicklungsausschuss am Montagabend ausgesprochen.
Die Straße wird bereits jetzt als überörtliche Verbindung zwischen Ahrensfelde und Berlin–Buch genutzt und ist dementsprechend stark befahren. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung verkehren dort stündlich rund 800 Fahrzeuge. Vor diesem Hintergrund, so die einhellige Auffassung der Ausschussmitglieder, sei ein Radweg unverzichtbar. Dass der Radverkehr auf der Straße oder auf der Fahrbahn mit einem Schutzstreifen geführt wird, wird abgelehnt.
Der Lindenberger Weg soll zwischen der Karower Straße und der Autobahnbrücke ausgebaut werden. Es handelt sich dabei um den Abschnitt außerhalb der Schwanebecker Wohnbebauung. Planung und Bau werden für dieses und das kommende Jahr angestrebt. Der ebenfalls vorgesehene Kreisverkehr soll sich später in einem weiteren Bauabschnitt anschließen
In der Konsequenz müsse der Radwegbau in den Augen von Peter Richter (sachkundiger Einwohner für die Linke) „irgendwann einmal den Bau einer Radfahrbrücke über die Autobahn Ahrensfelde nach sich ziehen und zwar in Abstimmung mit Ahrensfelde“.
Nadelöhr Autobahnbrücke
Die erst vor wenigen Jahren vom Bund als Bauherrn erneuerte Brücke ist für einen Radweg zu schmal. Sie stellt bereits für den Autoverkehr ein Nadelöhr dar. Bei dem Neubau war von der Gemeinde Panketal bewusst auf eine von ihr zu finanzierenden Verbreiterung verzichtet worden, um den überörtlichen Verkehr, insbesondere den Lkw–Verkehr, aus dem Wohngebiet herauszuhalten. Da die Straße als Wirtschaftsweg eingestuft ist, sorgte der Bauherr lediglich für einen Ersatzbau.
Wie Carola Wolschke (Bündnis Panketal) sagte, sei dies gelungen. Noch nicht umgesetzt worden sei aber der ebenfalls Entlastung versprechende Bau der weiter südlichen Querverbindung in Berlin–Karow. Sie sprach sich ebenso wie Axel Kruschinski (SPD) und Doris Stahlbaum (Bündnisgrüne) für den separaten Radweg mit der Perspektive auf eine spätere Radwegbrücke aus. Mike Kraschinski (sachkundiger Einwohner für die SPD) unterstrich dies mit dem Hinweis auf weitere Neubauten in der Umgebung und der damit zu erwartenden Verkehrszunahme.