Mit einem igelfreundlichen Garten oder durch Zufütterung kann jeder helfen, die Tiere sicher über den Winter zu bringen – darauf macht der in Ladeburg ansässige Tierschutzverein Niederbarnim aufmerksam. Igel, die krank, verletzt oder bei Wintereinbruch stark untergewichtig sind, brauchen Hilfe von Fachleuten.
„Hilfsbedürftige Igel erkennt man daran, dass sie abgemagert erscheinen oder sich apathisch verhalten. Bevor ein Igel aber vorschnell in Pflege genommen wird, sollte man das Tier erst einmal beobachten und zunächst beim Tierarzt oder bei uns im Tierschutzverein um fachlichen Rat fragen“, rät der Vorsitzende Frank Henning.

Freie Natur bietet Igel den besten Lebensraum

Denn wenn Igel nicht verletzt oder augenscheinlich krank erscheinen oder stark von Parasiten, wie Flöhen, Zecken oder Fliegenlarven, befallen sind, sind sie draußen in ihrer natürlichen Umgebung am besten aufgehoben.
Tagsüber verstecken sich Igel im Herbst gern in Kompost- oder Reisighaufen oder in einer Hecke. Da aufgehäufte Gartenabfälle ein ideales Quartier für den fünf- bis sechsmonatigen Winterschlaf der Tiere sind, lässt man diese am besten liegen. Werden sie dennoch entfernt, sollte man zunächst prüfen, ob ein Igel sich dort eingerichtet hat. Statt zu Laubsaugern und -bläsern greift man besser zu Rechen oder Harke, denn erstere können zu einer Gefahr werden, da sie kleinere Igel einsaugen und töten können. Außerdem entfernen die Geräte nicht nur Laub, sondern auch Insekten, Würmer und Weichtiere, die Igeln als Nahrung dienen.

Mähroboter sind besonders gefährlich

Auch Mährobotor sind ein „No-Go“, da diese die Igel – insbesondere, wenn sie nachts laufen – schwer verletzen oder töten können. Da Igel bei ihrer Nahrungssuche weite Strecken zurücklegen, sollte ein igelfreundlicher Garten immer Durchgänge zu anderen Gärten besitzen.

 Futter für Jungigel

Im Herbst kann für junge Igel auch eine Zufütterung durch den Menschen sinnvoll sein. Dabei sollte man auf eine artgerechte Fütterung achten, etwa mit Katzendosenfutter, gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie. Milch und Essenreste sind dagegen ungeeignet.