Tierschutz: Großes Lob an die vielen Tierfreunde

Sehr zufrieden: Frank Ehlert vom Tierschutzverein Niederbarnim
Sandra DalkNach der großen Hitzeperiode konstatiert Jürgen Ehlert den Barnimer Tierbesitzern eine große Liebe zu ihren Schützlingen. Der Grund: Es gab keine ausgesetzten Hunde, Katzen oder andere Lebewesen, die in der Sonne leiden mussten oder in Fahrzeugen großer Hitze oder Wasserentzug ausgesetzt waren. „Einige Fundtiere mussten zwar eingefangen werden, aber das blieb alles im Rahmen. Die Tiere konnten meistens wieder an die Besitzer zugestellt werden“, fasst der stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Niederbarnim die Bilanz zusammen. Hinzu kommt, dass beim Tierheim Ladeburg die Vermittlung von Tieren ausgezeichnet läuft. So gebe es beispielsweise „kaum noch Katzen“. Für Ehlert ein Beleg für den Erfolg der großen Kastrationsaktion, denn eigentlich wäre jetzt genau die Zeit für viele Katzen aus den Monaten Mai und Juni.
Tränken helfen in der Hitze
Trotzdem gibt Ehlert den Besitzern von Haus– und Nutztieren wichtige Tipps mit auf den Weg. So sollen Tiere bei Reisen nicht unbeaufsichtigt in Fahrzeugen verbleiben, da sie bei großer Hitze schnell dehydrieren könnten. „Wichtig sind generell Rückzugsmöglichkeiten im Schatten. Das betrifft nicht nur die Haustiere. Schweine benötigen bei sengender Hitze Suhlen und Berieselungen mit Wasser, Rinder suchen Schattenplätze auf und auch die Pferde sollten geschont werden.“ So betrachtet der ehemalige Barnimer Amtstierarzt es als „sehr kritisch“, wenn bei über 35 Grad Celsius im Schatten noch Reit– und Springturniere veranstaltet werden. „Das ist eine große Belastung für die Pferde“, so Ehlert.
Sein Appell: Auf Grundstücken, Balkonen oder Fensterbrettern könnten oft problemlos Tränken für Vögel und Insekten aufgestellt werden. Gartenbesitzer können Nistkästen anbringen, wie es der Tierschutzverein rund um das Ladeburger Heim vorgemacht hat. Dort hängen 50 Nistplätze. Aktuell leben 25 Hunde und 20 Katzen und andere Kleintiere im Tierheim Ladeburg.
