Bei einem Habicht, der im Raum Ahrensfelde gefundenen wurde, konnte erstmals der West-Nil-Virus im Landkreis Barnim nachgewiesen werden. Die aus Afrika stammende Tierseuche befällt hauptsächlich Vögel, wobei deren Infektion in den meisten Fällen symptomlos bleibt. Besonders empfänglich sind Sperlingsvögel, aber auch Greif- und Eulenvogelarten erkranken leicht. Bei diesen Arten kann es zu massiven Epidemien mit gehäuften Todesfällen kommen. Übertragen wird das Virus hauptsächlich durch Stechmücken.

Übertragung auf den Menschen ist möglich

Ein seuchenhafter Verlauf im Barnim ist aber nach Angaben des Landkreises bisher nicht erkennbar. Zudem sind Nachweise des West-Nil-Virus hierzulande nur Zufallsbefunde, die beispielsweise bei verunfallten Vögeln festgestellt werden. So auch im Falle des Habichts bei Ahrensfelde.
Das Virus kann durch Mücken auch auf Pferde und Menschen übertragen werden. Bei beiden verläuft die Krankheit häufig symptomfrei oder nur mit einer leichten grippeähnlichen Symptomatik. Bei circa acht bis zehn Prozent der Betroffenen können jedoch gravierendere Symptome auftreten, die bis zum Tod führen können. Das Barnimer Gesundheitsamt betont aber, dass eine akute Gefährdung für die Bürger des Landkreises nicht besteht und das Virus hier bisher bei Menschen nicht nachgewiesen wurde.
„Bei Pferden sieht das jedoch anders aus. Hier wurden in diesem Jahr schon mehrere Fälle in Berlin und Brandenburg festgestellt“, berichtet Amtsveterinär Volker Mielke.