Tourismus
: Aus für Partyzone am Wandlitzsee

Bürgermeister Oliver Borchert verspricht konzentrierte Aktionen von Streetworkern, Polizei und Ordnungsamt.
Von
Hans Still
Wandlitz
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  • Gelungener Vortrag: Die Wandlitzerin Nicola Kripylo studiert an der Universität der Künste in Berlin und gestaltete mit Jakob Wundrack am Piano den musikalischen Teil des Wandlitzer Neujahrsempfanges in der Kulturbühne "Goldener Löwe".

    Gelungener Vortrag: Die Wandlitzerin Nicola Kripylo studiert an der Universität der Künste in Berlin und gestaltete mit Jakob Wundrack am Piano den musikalischen Teil des Wandlitzer Neujahrsempfanges in der Kulturbühne "Goldener Löwe".

    Hans Still
  • Aufmerksame Zuhörer: Der Saal im "Goldenen Löwen" war mit mehr als 200 Gästen gut gefüllt.

    Aufmerksame Zuhörer: Der Saal im "Goldenen Löwen" war mit mehr als 200 Gästen gut gefüllt.

    Hans Still
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Am 20. Februar tagen die Wandlitzer Gemeindevertreter. Sie haben es dann in der Hand, der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal als künftigen Partner die Hand zu reichen. Die Stiftung verpflichtete sich schon vorab, bei der Errichtung eines Bürgerparks mit anzupacken. "Seit 2006 sind wir Wandlitzer an diesem Projekt dran, hoffentlich kommen wir demnächst ans Ziel“, sagte Borchert beim Empfang vor mehr als 200 Besuchern.

Ebenfalls am Wandlitzsee, nur an anderer Stelle, steuert die Gemeinde eine Entwicklung an, die insbesondere den Anwohnern eine gehörige Portion Ärger vom Hals schaffen soll. Die Rede ist von den ausschweifenden Partys in direkter Nähe zum Strandbad Wandlitzsee. Im Bündnis mit Streetworkern, dem Ordnungsamt und der Polizei will Borchert einen Schlussstrich unter die dunklen Kapitel der vergangenen Jahre ziehen. Vandalismus, Verunreinigungen und nächtlicher Lärm  sorgten beispielsweise 2019 für spontane Zusammenkünfte Verantwortlicher, um Rezepte gegen diesen Partytourismus zu besprechen. Borchert sagte beim Neujahrsempfang ein Konzept zu, „damit alle unsere Einwohner und Gäste unseren schönen Wandlitzsee im Sommer ungetrübt genießen können“.

Große Feier Anfang Oktober

Diskussionen löste noch am Abend des Empfangs das Thema Radwege aus. Einerseits wurde der Beginn der Bauarbeiten zwischen Wensickendorf und Stolzenhagen begrüßt. In beiden Orten setzte sich eine Bürgerinitiative insgesamt 16 Jahre lang dafür ein, den Bau des gut fünf Kilometer langen Radweges einzufordern. Nicht minder wichtig ist es aber, die Verbannung der Radfahrer von den Radwegen auf die L 100 zurückzunehmen. Dies ist besonders in Basdorf der Fall, wo es seit einigen Monaten nicht gelingt, die entsprechenden Schilder entlang der L 100 anzubringen, die es langsam fahrenden Radfahrern erlauben würde, sich mit Fußgängern den Weg zu teilen.

Zuständig für das Anbringen der Schilder wäre aus Sicht des Bürgermeisters der Landesbetrieb Straßenwesen. Borchert sprach Mark Breternitz, Chef der Behörde mit Sitz in Biesenthal, direkt an. Dieser winkte allerdings später ab. "Laut Gesetz ist der Straßenbaulastträger zuständig, und das ist nun einmal innerhalb der Gemeindegrenzen die Wandlitzer Verwaltung.“ Laut Breternitz seien mehr als einhundert Schilder zu montieren. Eine Aufgabe, die der Landesbetrieb nicht freiwillig übernehmen werde.

Borchert kündigte schließlich für Anfang Oktober eine dreitägige Sause anlässlich des 30. Jubiläums der Deutsche Einheit an. Sämtliche Städtepartner sollen eingeladen werden. Feste für Kinder, ein Bouleturnier und eine Ost–West–Disco seien geplant.