Trockenheit: Ernte läuft auf Hochtouren

Ernte läuft: Wie die Getreideernte ausfällt, ist noch ungewiss. Im Barnim fiel der Drusch der Wintergerste durchschnittlich aus. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Frank Rumpenhorst/dpaDie weiteren Getreidearten und der Winterraps sind ebenfalls zügig nachgereift, sodass die Ernte auf den leichteren Sandböden fortgesetzt werden kann. Beim Winterraps kam es wegen der fehlenden Niederschläge im Winter und Frühjahr zu Ausfällen. Allerdings wurde dieser auch nur auf 2450 Hektar von den landwirtschaftlichen Betrieben im Barnim angebaut. Im Vorjahr waren es noch 5100 Hektar, ein gravierender Unterschied. Große Teile der Anbauflächen sind nach Einschätzung von Frank Lüdtke notreif. Verfrüht setzte auch die Ernte der Eiweißpflanzen wie Erbsen und Lupinen ein. Diese wachsen auf insgesamt 700 Hektar der heimischen Feldern.
Trockenheit schädigt Bewuchs
Kritisch sieht die Lage beim Mais aus. „Die Bestände beim Silomais sind sehr unterschiedlich entwickelt und leiden zunehmend unter den fehlenden Niederschlägen“, macht Lüdtke klar. Auch die Regenfälle des vergangenen Wochenendes konnten die Situation nur wenig abmildern. Auf insgesamt 6980 Hektar wächst aktuell Silomais im Barnim, viele Felder zeigen kahle Stellen oder dürre Maispflanzen. Wie die Früchte ansetzen, wenn nun wieder eine große Hitzewelle ins Haus steht, bleibt abzuwarten. Es ist eher nicht mit einer großen Ernte zu rechnen. Im Vorjahr gediehen noch 6100 Hektar Mais im Barnim mehr schlecht als recht. Einige Landwirte fuhren die Anbaufläche zurück.
Gestiegen ist die Anbaufläche hingegen beim Winterroggen, der auf 7650 Hektar im Barnim ausgesät wurde. Im Vorhar waren es 6050 Hektar. Bei Triticale, einer Futtersorte, fiel die Fläche von 2200 Hektar auf 1450 Hektar. 830 Hektar stehen voll mit Hafer, 270 Hektar mit Sommergerste.
Sorgen macht auch das Grünland. Zwar konnte die erste Mahd erfolgen, wie viele weitere es geben wird, weiß aktuell noch niemand. Für das Futter der Tiere ist die zweite und dritte Mahd aber unabdingbar. Die Obstbauern haben vor allem durch den Frost Anfang Mai erhebliche Einbußen beim Steinobst zu erwarten.