Unfall in Friedersdorf bei A12: Wohnmobil kracht bei Zollkontrolle in Auto

Auffahrt zur A12: In Friedersdorf kam es zu einem Unfall nahe der Autobahn. (Symbolbild)
Marcel GädingDass Beamte des Zolls auf der A12 und um die „Autobahn der Freiheit“ Fahrzeuge kontrollieren, ist nicht ungewöhnlich. Bis zur deutsch-polnischen Grenze sind es gerade einmal rund 50 Kilometer. Auf der Autobahn wird ein großer Teil des Güterkraftverkehrs zwischen West- und Osteuropa abgewickelt. Die Route ist aber auch Transitstrecke für Privatleute.
Noch bevor er von der Autobahn A12 auf den Berliner Ring fahren konnte, sah der Fahrer eines BMW Sonntagvormittag (6. Oktober) das Stopp-Signal der Zöllner. „Die Zollbeamten hatten den BMW von der Autobahn begleitet, um ihn in der Nähe des Steinbruchs zu kontrollieren“, sagt Lutz Miersch, Sprecher der Polizeidirektion Süd. Die Zöllner standen gerade an dem Fahrzeug, als ein Wohnmobil hinten auffuhr.
Unfall bei A12: Führerschein und Autoschlüssel weg
Am geringsten ist der Sachschaden, der ersten Schätzungen zufolge mit 1000 Euro für beide Fahrzeuge angegeben wird. Hinzu gerufene Polizeibeamte unterzogen den 60 Jahre alten Wohnmobilfahrer einem Atemalkoholtest. Ergebnis: 2,57 Promille.
In einem nahegelegenen Krankenhaus wurde dem Beschuldigten eine gerichtsfeste Blutprobe entnommen. Seinen Führerschein musste er abgeben, ebenso die Fahrzeugschlüssel.
Verursacher drohen nach Unfall bei A12 hohe Strafen
Nach dem Strafgesetzbuch drohen dem Fahrer, der aus der Region Heidesee stammen soll, entweder eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug. Außerdem muss er damit rechnen, dass sein Führerschein einbehalten wird.
„Verletzt wurde bei dem Unfall niemand“, sagt Polizeisprecher Miersch. Der Verursacher sei bislang nicht polizeibekannt gewesen.


