Urlaubsfahrt
: Kontrollen mit Ansage

Wohnmobile und Wohnanhänger stehen noch bis zum September auf den hiesigen Autobahnen im Fokus der Polizei.
Von
Hans Still
Bernau
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  • Stehen im Fokus: Während der Urlaubszeit gilt die Aufmerksamkeit der Polizei vor allem Wohnmobilen und Wohnwagen.

    Stehen im Fokus: Während der Urlaubszeit gilt die Aufmerksamkeit der Polizei vor allem Wohnmobilen und Wohnwagen.

    Polizei
  • Beliebter Zwischenstopp: In Prenden gibt es mehrere Standplätze für Wohnmobile, die gern angefahren werden.

    Beliebter Zwischenstopp: In Prenden gibt es mehrere Standplätze für Wohnmobile, die gern angefahren werden.

    Sergej Scheibe
  • Kay Schaub: Er leitet zur Zeit die Autobahnpolizei.

    Kay Schaub: Er leitet zur Zeit die Autobahnpolizei.

    Hans Still/MOZ
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Nachdem nun auch in Bayern die Ferien begonnen haben, dürfte sich der Ansturm der Urlauber in Richtung Ostsee noch einmal verstärken. Ein Grund mehr für die Beamten der Autobahnpolizei im Polizeipräsidium Ost, die wichtigen Routen wie die A10, A11, A12 oder die A20 im Blick zu behalten. "Wir sind ja eigentlich immer unterwegs, um für Sicherheit zu sorgen. In den Ferienmonaten widmen wir uns zusätzlich und besonders den Wohnwagengespannen und den Wohnmobilen“, beschreibt Kay Schaub, amtierender Leiter der Autobahnpolizei im Präsidium Ost, einen Teil der Arbeit. Die mit dem klarstellenden Namen „safe holiday“ versehene Aktion umfasst umfangreiche Kontrollen von Gespannen und Wohnmobilen und soll bei den Fahrern das Bewusstsein für die Verkehrssicherheit erhöhen. "Auf dem Weg zu sicheren Ferien muss vorab einiges beachtet werden. Diese Botschaft tragen wir bei den Kontrollen an den Reisenden heran, was regelmäßig positiv aufgenommen wird. Wir nehmen zudem mit großer Zufriedenheit wahr, dass die meisten Fahrer sich der Gefahren und ihrer Verantwortung bewusst sind“, so Kay Schaub mit einem ersten Fazit der bisherigen Kontrollen.

Sind beispielsweise Wohnwagen überladen worden, erkennen die erfahrenen Beamten dies mitunter schon auf der Autobahn. „Hängt der Wohnwagen tief in den Federn oder schaukelt sich eventuell gar auf, kann die zulässige Beladung überschritten sein. Es könnten aber auch technische Unzulänglichkeiten vorliegen, das erweist sich in der Regel auf dem nächsten Parkplatz“, erzählt Schaub.

Sind die Fahrzeuge erst einmal im Visier der Polizei, prüft diese neben dem allgemeinen technischen Zustand auch die Ladungssicherung, nimmt es mit der Radlast sehr genau und kontrolliert auch, ob die Zugfahrzeuge für die Zuglast zugelassen sind. „Bis dato sind die Urlauber sogar erfreut, wenn wir kontrollieren. Die meisten finden es sehr gut, dass auf diese Belange geachtet wird“, erfahren die Beamten demnach in ihren Gesprächen.

Dass Kontrollen nötig sind, belegt beispielsweise die Statistik der Verkehrsunfälle des Jahres 2018 im Polizeipräsidium Ost. 86 Wohnmobile waren in Unfälle verstrickt. Bei fünf davon wurden neun Personen verletzt. 20 Unfälle mit Wohnanhängern registrierte die Polizei, dabei kam es zu zwei Unfällen mit zwei Verletzten.

Bärbel Kotte–Weiß von der Pressestelle des Präsidiums Ost wartet zudem mit Zahlen der jüngsten Kontrollen auf. Demnach kontrollierte die Polizei Ende Juni 102 Verkehrsteilnehmer, davon 15 Wohnmobile und 21 PKW mit Wohnanhängern. Insgesamt registrierten sie 23 Verstöße, darunter 14 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Vier Gespanne waren überladen und drei Fahrzeugführer hatten ihre Ladung nicht ausreichend gesichert. „Zwei Beispiele für technische Mängel wurden benannt: Ein Pkw mit Campinganhänger war auf der BAB11 in Richtung Ostsee unterwegs. Bei der Kontrolle stellte die Polizei fest, dass die Hauptuntersuchung im Mai 2019 fällig gewesen wäre. Bei einem weiteren Fahrzeug war die Anhängerkupplung ausgeschlagen. Der Fahrer erhielt einen Mängelschein“, so die Sprecherin in der Polizeipressestelle.

Alkohol spielt keine Rolle

Positiv sei, es gab keine Alkohol– oder Drogenfeststellungen bei den Fahrern. Noch bis in den September setzt die Polizei ihre Schwerpunktkontrollen fort. Wer diese schadlos überstanden hat, darf sich dann auf einen sicheren Urlaub freuen.