Vandalismus in Bernau
: Neuer Fall von Diskriminierung – Regenbogen-Fahne am Bahnhof angezündet

Am Bahnhof in Bernau wurde eine Regenbogen-Fahne – das Symbol der LGBTQ+-Community – angezündet. Die „queer- und homofeindliche Tat“ sei in der Stadt kein Einzelfall gewesen.
Von
Conradin Walenciak
Bernau
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Am Bahnhof in Bernau wehen mehrere Regenbogen-Fahnen. Eine von ihnen wurde zuletzt mutwillig teilweise zerstört.

Tilman Trebs

Ein Akt der Kriminalität ereignete sich in Bernau: Eine der fünf Regenbogen-Fahnen am Bahnhofsvorplatz wurde angezündet, wodurch diese teilweise zerstört wurde. Die Regenbogenflagge steht als Symbol für die LGBTQ+-Gemeinschaft und deren Rechte.

Johanna Seeger von der „Partnerschaft für Demokratie“ in Bernau ist entsetzt über diese mutwillige Zerstörung. „Dieser Akt des Vandalismus deutet in erhöhtem Maße auf eine queer- und homofeindliche Tat hin“, sagt sie. „Wir als ‚Partnerschaft für Demokratie‘ dulden solche Handlungen nicht. Es wird uns auch nicht dazu bewegen, vor krimineller Energie einzuknicken.“ Dieser Vorfall verdeutliche viel mehr, wie wichtig die Arbeit zu diesem Thema sei.

Vandalismus am Bahnhof Bernau ist kein Einzelfall

Laut Seeger handele es sich bei dem Vorfall am Bahnhof nicht um einen Einzelfall. „Bereits vor einigen Wochen wurde die ‚Bank gegen Rassismus‘ in Ladeburg teilweise zerstört. Diese wiederholten Vorfälle von Vandalismus zeigen die Notwendigkeit unserer Bemühungen, eine offene und tolerante Gesellschaft zu fördern und Diskriminierung in all ihren Formen entgegenzutreten.“

Man werde sich durch Ereignisse dieser Art nicht entmutigen lassen, verspricht Johanna Seeger. „Wir werden weiterhin engagiert für Gleichberechtigung, Akzeptanz und Respekt eintreten. Gemeinsam mit der Stadt Bernau und unseren Partnern setzen wir uns dafür ein, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung oder Herkunft, sicher und frei von Diskriminierung leben kann.“

Gefördert vom Bundesministerium für Familien

Die „Partnerschaft für Demokratie Bernau“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Koordiniert wird das Projekt vom Humanistischen Verband Nordbrandenburg.

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