Venusbogen
: Stärkste Fraktion macht mobil

BVB/Freie Wähler wollen Pläne für den Wohnungsbau und Anbindung von Süd stoppen.
Von
MOZ
Bernau
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Venusbogen: Gegen das Projekt regt sich Widerstand.

Sergej Scheibe

BVB/Freie Wähler, seit der Kommunalwahl stärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, will gegen den demnächst zur Abstimmung stehenden Bebauungsplan am Venusbogen zu Felde ziehen. „Wir sehen den Bebauungsplan kritisch“, sagt Fraktionsvorsitzender Thomas Strese und kündigt an, das Ausmaß der Planungen zu hinterfragen. Dazu gehöre auch „eine kritische Beleuchtung der Überlegungen zu einer Umgehungsstraße mitten durch das Wohngebiet“, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Presseerklärung.

Eine intensive Analyse der räumlichen Situation zeige, dass an der geplanten Stelle zahlreiche geschützte Tier– und Vogelarten wie etwa Eisvogel, Rotbauchunken und Fledermäuse gefährdet wären. Zugleich werde zusätzlicher Verkehr auf das Nadelöhr der Börnicker Chaussee gelenkt. „Deswegen unterstützt BVB/Freie Wähler die Anwohner in ihren Vorschlägen und hinterfragt die Planungen. Hinzukommt, dass ohnehin eine bessere Steuerung beziehungsweise Begrenzung des Zuzugs erreicht werden soll“, erklärt Strese. In diesem Zusammenhang stellen BVB/Freie Wähler auch die in Rede stehende zweite Anbindung von Bernau–Süd in Frage. Statt der Wegführung von der Blumberger Chaussee durch Süd und Nibelungen plädieren sie für eine östlichere Anbindung hin zur L236. Am Donnerstag um 17 Uhr sollen die Themen an der Milchstraße/Ecke Venusbogen mit den Anwohnern diskutiert werden.